27.02.2018 - 10:34 Uhr

Blick ins Fotoarchiv der Amberger Zeitung Leben an der Vils: Leben mit Hochwasser

Amberg. (roa) Wer einen Spaziergang durch die Schiffgasse macht, kann die zahlreichen in die Hausmauern eingelassenen Tafeln entdecken: Einige alte Pegelstände liegen in beeindruckender Höhe.

2. März 1990 in der Schiffgasse in der Altstadt: Der Schnee ist weg, dann kommt die Flut und damit das Hochwasser. Archivbild: Reiner Fröhlich
von Andrea Mußemann Kontakt Profil

Auch am 2. März 1990 mussten die Amberger ihre Gummistiefel herausholen. In der Schiffgasse wurden allerdings schnell und professionell Stege verlegt, damit die Anwohner trockenen Fußes ihre Häuser erreichen konnten. So mancher marschierte völlig unbeeindruckt von den Fluten trotzdem direkt durch das Wasser.

Die Hochwasser der vergangenen Jahre zeigten deutlich, wie wichtig ein effektiver Schutz ist. Bei einem Jahrhunderthochwasser sind 40 Prozent der Altstadt überflutet. Die Regierung rief deshalb ein Aktionsprogramm ins Leben, das den Schutz vor den Naturgewalten verbessern soll. Das Wasserwirtschaftsamt erstellte 2017 Basisstudien. Mittlerweile wurden auch die Planungen für ein Hochwasserschutzkonzept an das Büro RMD Consult aus München vergeben. Der Abschluss der Vorplanung ist für Mitte 2019 vorgesehen. Ein Deich bei Ammersricht könnte beispielsweise bei einem Jahrhunderthochwasser den Wasserpegel in der Altstadt um rund 50 Zentimeter reduzieren.

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