28.11.2017 - 20:00 Uhr
Oberpfalz

Gut geplanter Bau bringt Lob statt Spott für Turmsanierung Jesu Rat für St. Martin

"Wenn einer von euch einen Turm bauen will, setzt er sich nicht dann zuerst hin und rechnet, ob seine Mittel für das ganze Vorhaben ausreichen?" Nachdem schon Jesus im Lukas-Evangelium diesen Rat parat hatte, hat sich natürlich auch die Pfarrei St. Martin frühzeitig hingesetzt und gerechnet, ob sie sich die Turmsanierung der Basilika leisten kann. Das war vor über fünf Jahren - mittlerweile ist die insgesamt 5,7 Millionen Euro teure Maßnahme nicht nur finanziert, sondern auch abgeschlossen. Das hat die Gemeinde mit ihrem neuen Stadtpfarrer Thomas Helm offiziell gefeiert - mit einem Gottesdienst, in dem sogar die zitierte Lukas-Passage bestens passte.

"Orientierung bieten und auf Gott hinweisen": Das will nicht nur der Turm der Basilika, sondern auch ihr Patron, der heilige Martin. Ihn rückte Stadtpfarrer Thomas Helm zur Feier des offiziellen Abschlusses der Turmsanierung in den Blickpunkt, während draußen Ambergs Wahrzeichen im Licht der Scheinwerfer prächtig erstrahlte. Sowohl unter dieser Beleuchtung als auch bei Tageslicht erscheint der restaurierte Sandstein jetzt viel heller als vorher. Bild: Hartl
von Thomas Amann Kontakt Profil

Und selbst der Schluss, vor dem der Herr warnte, stand bei St. Martin nicht zur Debatte: Diejenigen, die den Bau planten, mussten nie ihr Scheitern und den Spott der Leute fürchten. Ganz im Gegenteil: Sie bekamen von überall her dickes Lob für den Erhalt von Ambergs Wahrzeichen, das jetzt mit einem neuen Betonfundament und rundum restauriertem Sandsteinmauerwerk heller strahlt als vorher. Einer, der darüber ebenfalls strahlen darf, ist Josef Beer, den Helm in seiner Predigt besonders würdigte: "Während der fünfjährigen Bauzeit übernahm vor allem unser Kirchenpfleger die Betreuung des Projekts und aller anfallenden Aufgaben und Termine. Man kann als Außenstehender gar nicht erahnen, wie viel Zeit er dafür aufgebracht hat. ... All dieser Einsatz ist ehrenamtlich und nicht selbstverständlich."

Neben Beer dankte der Pfarrer allen weiteren an Bau und Finanzierung Beteiligten; auch dafür, dass die Arbeiten in luftiger Höhe ohne Unfälle verliefen. Seit Jahrhunderten biete der Kirchturm den Menschen Orientierung und weise sie - "indem er hoch emporragt" - auf Gott hin. "Nach unserer Sanierung wird er das auch weiterhin und hoffentlich noch sehr lange tun", formulierte Helm seinen Wunsch für Gottes Ohr.

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