23.05.2018 - 13:28 Uhr
Oberpfalz

Mitgliederversammlung beim ERSC Amberg: Stolz auf kleine Löwen

"Sportlich wie wirtschaftlich ein gutes Jahr" hat der ERSC Amberg hinter sich. Trotzdem oder gerade deshalb warnt der Vorstand eindringlich davor, sich auf Lorbeeren auszuruhen - denn die Aufgaben würden immer umfangreicher.

Teambesprechung bei der U10 vor einem Turnier im Dezember in der Amberger Eishalle: Der ERSC-Nachwuchs ist stark im Kommen. Bild: Brückmann
von Autor PAProfil

"Wir dürfen hier kein bisschen nachlassen", erklärte Mustafa Sugle auf der jährlichen Mitgliederversammlung des Eishockeyvereins. Gerade die Entwicklung im Nachwuchsbereich mache ihn stolz: "Da ist es fast schwieriger Trainer zu finden, als Kinder. Da haben wir echt einen guten Grundstock, besonders mit der Laufschule", so der Vorsitzende. Trotz vieler helfender Hände stoße man hier durchaus mal an die Grenzen und man sei dankbar für Jeden, der sich hier engagiert. Man könne derzeit vor allem ehemalige oder aktuelle Spieler der Seniorenmannschaft auf Aus- und Fortbildung schicken. Dies bestätigte auch Nachwuchs-Obmann Stefan Schubert, der in Aussicht stellte, dass man in der kommenden Saison unter Umständen auf bis zu elf Trainer zurückgreifen könne. Dies sei allerdings auch dringend nötig, weil zu den bisherigen Teams (U9, U11, U13, U15, U17, U20) - die allesamt vom ERSC schon eigenständig gestellt werden konnten - eine U7-Mannschaft kommen solle. "Das ist eine Vorgabe des DEB der sich der BEV anschließt. Wir sind weiter gut dran, das '5-Sterne-Konzept' des Verbandes für den Nachwuchs zu erfüllen", so Schubert. Bei der U7 hoffe man bis Weihnachten in den Turnierbetrieb einsteigen zu können. In der abgelaufenen Spielzeit hatte der ERSC im Nachwuchs 114 Spielerpässe, diese Zahl wolle man in der neuen Saison auf 120 oder darüber steigern. Dies alles bringe einen nicht unerheblichen Aufwand in Planung und Organisation mit sich: "Wir hatten über 12 000 Kilometer Auswärtsfahrten mit den Jugendteams zu koordinieren. Auch ist es oftmals schwierig, Termine für Eiszeiten durchzuboxen. Wir haben hier eine gute Zusammenarbeit mit dem Stadionbetreiber, aber die nutzbaren Eiszeiten sind nicht unendlich", zeigt sich Schubert nachdenklich. Geradezu vorbildlich sei die Unterstützung aus dem Seniorenbereich, auch wirtschaftlich.

Im Blickpunkt der Öffentlichkeit steht vor allem die erste Mannschaft. "Vorrundenmeister! Das hört sich schon gut an und hat viele überrascht", erinnerte Sugle an den Lauf, den die Löwen in der Landesliga hinlegten. "Vor wenigen Jahren wären wir mit dem Team ungeschlagen aufgestiegen", wies er auf die permanente Steigerung des sportlichen Niveaus in der Liga hin, gerade durch die Verpflichtung ausländischer Spieler. "Das spricht zusätzlich für unsere Leistung, weil wir ohne transferkartenpflichtige Akteure ausgekommen sind". Dem schloss sich auch Chris Spanger an. "Wir haben die Leistung des Vorjahres - als wir erst im Viertelfinal-Playoff von Altmeister Füssen gestoppt wurden - nochmals gesteigert", so der Obmann der 1.Manschaft. Man hätte auch das Glück gehabt, dass die Neuzugänge sich allesamt als Verstärkungen erwiesen. Dennoch wäre der 1.Rang in der "brutal starken Vorrundengruppe" nicht unbedingt zu erwarten gewesen. In der Bayernliga-Qualifikation sei wegen zahlreicher und wichtiger personeller Ausfälle nicht mehr als der 5.Rang drin gewesen, "aber wir haben trotzdem zwei Bayernligisten hinter uns gelassen und auch gegen den dritten den direkten Vergleich entschieden", so Spanger. Bei der Aussicht auf die kommende Spielzeit sind sich Obmann und Vorstand einig: "Keinen großen Umbruch veranstalten und den Kader punktuell verstärken". Mit dem Regensburger Oberligaverteidiger und gebürtigen Amberger Kevin Schmitt sei dazu schon der erste Schritt vollzogen. Zur optimalen Vorbereitung für erste Mannschaft und Nachwuchs habe man auch wieder ab dem 14. September Vor-Eis im Amberger Stadion angemietet.

Grundsätzlich gelte aber: "Wir wollen gesund wirtschaften - das ist unser oberstes Ziel", stellt Mustafa Sugle fest. Das hat der ERSC auch im abgelaufenen Geschäftsjahr getan. Den Ausgaben des Gesamtvereins in Höhe von rund 115 000 Euro stünden in etwa gleich hohe Einnahmen gegenüber. Rechnerisch bliebe sogar ein kleines Plus von knapp 800 Euro. Verbindlichkeiten bestünden keine. Sugle weiter: "Beim Sponsoring haben wir aber noch Luft nach oben, wobei wir unseren jetzigen Partnern schon sehr dankbar sind".

Wir hatten über 12 000 Kilometer Auswärtsfahrten mit den Jugendteams zu koordinieren.Nachwuchs-Obmann Stefan Schubert

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.