05.03.2018 - 10:13 Uhr

Steigende Temperaturen können zu Glättegefahr auf den Straßen führen Wetterdienst warnt vor Glatteis in der Oberpfalz

Nach dem eisigkalten Start in den März wird das Wetter in den kommenden Tagen in vielen Regionen von Deutschland zwar wärmer, aber auch ungemütlich. Das Thermometer zeigt voraussichtlich weit verbreitet Plusgrade an, was zu Glatteis führen kann.

Steigende Temperaturen können zu Glatteis auf den Straßen führen.
von Lena Schulze Kontakt Profil

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt derzeit vor Glatteis in der ganzen Oberpfalz. Im Bereich Wunsiedel im Fichtelgebirge gilt zudem die Warnung vor stellenweise gefrierendem Niederschlag. Mögliche Gefahren tretten besonders im Straßen- und Schienenverkehr auf. "Vermeiden Sie Autofahrten", warnen Experten des Wetterdienst. Die Temperaturen klettern in den leichten Frostbereich von minus 4 Grad zurück in die Plusgrade. Örtlich kann sich auch dichter Nebel bilden. Stellenweise kann es zu Glätte kommen, durch Reif oder überfrierende Nebelnässe. Der Wind nimmt in der Nacht allgemein wieder ab. Es besteht die Gefahrenstufe 2 von 3.

Gefährliche Wetterphänomene

Frost und Feuchtigkeit können Straßen schnell in Rutschbahnen verwandeln.

  • Blitzeis bildet sich, wenn Schneekristalle auf dem Weg zur Erde in

wärmeren Luftschichten zu Regen werden und später auf Frostboden
fallen. Blitzeis ist kein meteorologischer Fachbegriff.

  • Glatteis wird durch Regen oder Sprühregen hervorgerufen, der auf

gefrorenen Erdboden trifft und sofort vereist.

  • Eisglätte entsteht, wenn Schmelzwasser und Pfützen gefrieren. Sie

kommt oft überraschend, denn unmittelbar vorher muss kein
Niederschlag gefallen sein.

  • Eisregen ist ein überwiegend aus Eiskörnern bestehender Niederschlag.

Auch UNTERKÜHLTER REGEN, der den Boden beim Auftreffen sofort mit
einem Eispanzer - dem Blitzeis - überzieht, wird so bezeichnet.

  • Schnee und Reif machen Straßen rutschig, wenn sie festgefahren auf

dem Asphalt liegen. Geschmolzener Schnee kann auch glatt werden, wenn
er auf der Straße wieder anfriert.

Besondere Gefahr im Norden Deutschlands

Der Ausläufer eines Tiefs über Irland zieht über den Norden Deutschlands hinweg nordostwärts. Aktuell zieht ein Niederschlagsgebiet zur Ostsee ab. Zuvor hatte es im Norden und Nordosten verbreitet gefrierenden Regen gegeben. Zwar ist dieser nur noch in Ostholstein und zur dänischen Grenze hin unwetterartig, Glättegefahr besteht aber weiterhin in den Gebieten, in denen es geregnet hat und wo es aktuell noch leichten Frost gibt.

Vor allem für das Saarland erwartet der Deutsche Wetterdienst glatte Straßen. Dort fällt Angaben zufolge bis zum Sonntag leichter Regen oder Sprühregen, der am Montag auf dem kalten Boden zu gefährlichem Eis frieren kann.

In einigen höheren Berglagen kann es aufliegende Wolken mit Sichtweiten unter 150 Meter geben. In der Nacht zum Dienstag ist es zunächst meist niederschlagsfrei, später kommt am Alpenrand und in Ostbayern leichter Niederschlag auf, der gegen Morgen den Erzgebirgsraum erfasst. Teils kann es geringen Schneefall geben, örtlich ist aber auch gefrierender Regen mit Glatteisbildung möglich.

Am Dienstagvormittag schneit es im Erzgebirgsraum und an den Alpen leicht. Die Schneefallgrenze liegt zwischen 600 m in Sachsen und 1000 bis 1200 m am Alpenrand. Ansonsten sind abgesehen von örtlicher Glättegefahr in den Frühstunden und ein paar Nebelfeldern keine warnrelevanten Wetterereignisse zu erwarten.

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