14.05.2018 - 17:14 Uhr
Oberpfalz

Amberger Autozulieferer mit weniger Umsatz: Grammer mit Problemen in der Autosparte

Beim Autozulieferer Grammer (weltweit rund 13 000 Mitarbeiter) haben fehlende Aufträge zum Jahresauftakt für weniger Umsatz gesorgt.Trotz gut laufender Geschäfte mit Nutzfahrzeugsitzen ging der Erlös des Spezialisten für Mittelkonsolen und Kopfstützen um knapp ein Prozent auf 454,4 Millionen Euro zurück. Das teilte das im SDax notierte Unternehmen am Montag in Amberg mit. Das Nettoergebnis ging um 13 Prozent auf 12,2 Millionen Euro zurück.

von Redaktion OnetzProfil

"Das erste Quartal ist für uns erwartungsgemäß verlaufen und wir sind mit der Geschäftsentwicklung insgesamt zufrieden", sagte Vorstandschef Hartmut Müller. "Weltweit gibt es in allen Teilsegmenten eine hohe Nachfrage nach unseren innovativen Produkten." Weiter sagte Müller: "Dass zu Jahresbeginn besonders im Segment Automotive einige Herausforderungen auf uns zukommen würden, war uns bewusst. Entsprechend haben wir zur Korrektur der Abweichungen im Automotivebereich bereits umfassende Maßnahmen zur Produktivitäts- und Effizienzsteigerung in den betroffenen Standorten implementiert."

Im Bereich Nutzfahrzeugsitze führte die Erholung der Märkte bei Lkw und Agrar-Maschinen zu einem Umsatzplus von fast 15 Prozent auf 153,8 Millionen Euro, Dazu beigetragen hätten "die weiterhin steigenden Absätze in den Märkten Landtechnik und Truck sowie die anhaltende Erholung des brasilianischen Marktes", so das Unternehmen in der Mitteilung. Die größere Autozuliefersparte verzeichnete einen Umsatzrückgang von mehr als 6 Prozent auf 313,9 Millionen Euro. Das Unternehmen führte das in der Mitteilung auf niedrigere Entwicklungsumsätze sowie dem Auslauf bestehender Modelle beziehungsweise dem nachgelagerten Hochlauf der Nachfolgeprodukte zurück. An der Gesamtprognose für das Jahr 2018 hielt das Amberger Unternehmen fest.

Grammer hatte einen Einbruch beim Auftragseingang erlitten und dafür den im vergangenen Jahr abgewehrten Übernahmeversuch durch die bosnische Investorenfamilie Hastor verantwortlich gemacht.

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