02.07.2017 - 14:50 Uhr
Oberpfalz

Ambergerin Sabrina Lorenz überzeugt bei Kampagne "Unternehmerinnen gefragt" Mit Café Lotti zum IHK-Role-Model

Sabrina Lorenz ist einer der Menschen aus Amberg, die es in München beruflich zum Erfolg gebracht haben. Die 27-Jährige hat dort 2010 in der Schleißheimer Straße das Café Lotti eröffnet, das sich gut etabliert hat - nicht nur für viele Amberger gehört der Besuch bei einem Aufenthalt in der Landeshauptstadt zum Pflichtprogramm.

Ein Herz hat Sabrina Lorenz nicht nur im Kaffee, sondern auch für ihr Café und ihr Personal. Bild: Lorenz
von Thomas Amann Kontakt Profil

Jetzt hat Sabrina Lorenz auch von der Industrie- und Handelskammer München und Oberbayern eine besondere Anerkennung erhalten. Sie wurde bei der Aktion "Unternehmerinnen gefragt" als eines von zwölf Vorbildern für eine erfolgreiche Firmengründung und Weiterbildung auf diesem Gebiet ausgewählt.

Als sogenanntes Role-Model soll sie bei dieser Kampagne anderen Mut zum Schritt in die Selbstständigkeit machen. In dieser Funktion nimmt Lorenz am Dienstag, 4. Juli, auch am Unternehmerinnentag im Forum der IHK-Akademie in München teil. Prominenter Gast dort ist unter anderem Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner , die zum Thema spricht: "Wie wir Bayern zum Gewinner der Digitalisierung machen".

Das spielt im Café Lotti ebenfalls eine gewisse Rolle. Die Inhaberin setzt beim Bekanntmachen ihres Betriebs und der Werbung voll auf die sozialen Netzwerke und das Internet. "Ich habe mich gleich nach dem Abitur ohne Ausbildung selbstständig gemacht und musste in die Rolle als Führungskraft und Unternehmerin erst hineinwachsen", schildert die 27-Jährige ihre Entwicklung.

"Dabei habe ich gelernt, dass ein Café zu besitzen nicht nur Gäste verwöhnen und Kuchenbacken bedeutet, sondern dass es vor allem darum geht, ein Unternehmen mit all seinen Geschäftsbereichen zu führen. Hier muss man sich um die Bereiche Mitarbeiterführung, Controlling, Marketing usw. aktiv kümmern, um erfolgreich zu sein." Deshalb hat sich Sabrina Lorenz nebenbei stetig weitergebildet: mit dem Abschluss als Betriebswirt bei der Handwerkskammer, als Fachkraft für Controlling (IHK) und zuletzt mit dem Studium der Unternehmensführung an der Hochschule München.

Besonders am Herzen liegt ihr nach eigener Auskunft der Bereich Mitarbeiterführung. "Ich möchte meinen Leuten einen Arbeitsplatz bieten, an dem sie sich weiterentwickeln und Erfüllung finden", sagt die Wahl-Münchnerin, "deshalb lasse ich ihnen viel Raum für eigene Entscheidungen, bringe ihnen Vertrauen entgegen und arbeite in Schulungen und Mitarbeitergesprächen an ihrer Entwicklung". Das Stichwort Net-Work sei für sie eines der bestimmenden Themen heutiger Zeit, "weshalb ich die Mitarbeiter bei mir in den Mittelpunkt stelle".

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