02.03.2018 - 17:02 Uhr

Tipp für Feinschmecker und Gesundheitsbewusste Wild kochen mit Jägern

"Mehr Öko als bei Wildbret geht fast nicht mehr", meint die Jägerkameradschaft Auerbach. Wie das Fleisch am besten zubereitet wird, zeigt sie Interessierten bei einem Kochkurs. Die Organisatoren haben sich dazu etwas ganz Spezielles einfallen lassen.

"Das ist alles heimisches Wild aus einem Umkreis von etwa zehn Kilometern. Die Jäger um Auerbach und ich haben dieses Wild erlegt, und am 10. März bereiten wir es mit den Teilnehmern zu", macht Heinrich Krodel Lust auf den Kurs. Bild: exb
von Mona-Isabelle Peter Kontakt Profil

Auerbach/Krottensee. In unserer Gesellschaft ist Wildbret immer noch ein Nischenprodukt. Dabei erfreut es sich bei Feinschmeckern immer größerer Beliebtheit. Die Jägerkameradschaft Auerbach und Umgebung zeigt bei einem Kochkurs am Samstag, 10. März, wie Fleisch von Hirsch, Reh und Wildschwein traditionell und modern zubereitet werden können. Heiko Lohner vom Grottenhof wird als Chefkoch den Kurs leiten. Heinrich Krodel, 2. Vorsitzender der Jägerkameradschaft, steht ihm als Beikoch zur Seite. Vorab verrät er ein paar Details.

Was ist das Besondere an Wildbret?

Heinrich Krodel: Das Wildbret ist weder mit Hormonen noch mit Antibiotika verseucht. Das ist heutzutage ein großes Problem, gerade bei der Massentierhaltung. Das fängt ja schon beim Lachs an. Wildbret ist gesund und auch für Menschen mit rheumatischem Kreislauf geeignet. Es ist unglaublich, dass Wild in unserer Gesellschaft trotzdem noch keinen großen Stellenwert einnimmt.

Was ist bei der Zubereitung von Wildgerichten zu beachten?

Das Wichtigste ist, dass das Wild langsam und bei nicht zu hoher Temperatur gegart wird. Das Fleisch hat nicht sehr viel Fett, und dann wird es sonst zu trocken. Am besten das Fleisch kurz scharf anbraten. Dann Röstgemüse wie Karotten, Lauch, Sellerie und Zwiebeln dazugeben, noch ein bisschen Rosmarin und Thymian und mit Wasser aufgießen. Danach lässt man es ungefähr zweieinhalb Stunden vor sich hindümpeln.

Haben Sie selbst ein Lieblings-Wildgericht?

Entweder mache ich einen kurz gebratenen Rehrücken oder eine geschmorte Hirschkalbsschaufel. Die wird mit dem Knochen geschmort. Das Fleisch hat keine Sehnen oder sonstige faserige Anteile. Das ist dann butterweich. Das kann auch ein Zahnloser essen.

Was erwartet die Teilnehmer am Kochkurs der Jägerkameradschaft Auerbach?

Einmal wird es Standard-Gerichte geben. Das sind Braten vom Hirsch, Wildschwein oder Reh. Zum zweiten haben wir uns zwei Burger ausgesucht. Den einen mit Wildschwein-, den anderen mit Hirsch-Fleisch.

Wie kommen Sie darauf, ausgerechnet Burger zu machen?

Burger sind en vogue. In jedem Bistro gibt es inzwischen Burger. Es ist ein Gericht, das mit vielen verschiedenen Fleischsorten möglich ist und das man mit unterschiedlichen Belägen wie Majo, Ketchup, Preiselbeeren oder Salat aufpeppen kann. Diese Welle möchten wir aufgreifen.

Haben Sie das Wild für den Kochkurs selbst geschossen?

Da sprechen Sie einen ganz wichtigen Punkt an. Das ist alles heimisches Wild aus einem Umkreis von etwa zehn Kilometern. Die Jäger um Auerbach und ich haben dieses Wild erlegt, und am 10. März bereiten wir es mit den Teilnehmern zu.

Termin und Kosten

Der Kochkurs unter dem Titel "Wildbret - mehr Öko geht nicht!" startet am Samstag, 10. März, um 14 Uhr im Gasthof Grottenhof in Krottensee. Pro Teilnehmer wird ein Kostenbeitrag von 70 Euro erhoben. Darin enthalten sind alle Zutaten, Getränke und die Teilnahme eines Partners am gemeinsamen Essen. Einzelteilnehmer zahlen einen Kostenbeitrag von 45 Euro. Anmeldungen erfolgen bei Heinrich Krodel (09643/9 13 10). (mip)

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