23.05.2018 - 20:00 Uhr
BärnauOberpfalz

Überschuss von 311000 Euro stockt Haushalt der Knopfstadt auf Auf gesunden Beinen

Beim Blick auf die Jahresrechnung der Stadt für 2017 kann Alfred Stier mehr als zufrieden sein. Mit einem Überschuss von rund 311 000 Euro wird die Rücklage deutlich aufgestockt und ist mehr als doppelt so hoch wie der Schuldenstand.

Die Pläne des Fördervereins Skilanglaufzentrum Silberhütte sehen den Anbau eines Gastraumes am Funktionsgebäude (Mitte) vor. Der Aufenthaltsraum soll auf der Seite zwischen den beiden Gebäuden entstehen. Bild: Schirmer
von Werner Schirmer Kontakt Profil

Eine überaus erfreuliche Jahresrechnung konnte der Bürgermeister vergangene Woche dem Stadtrat präsentieren. In der Bilanz für 2017 findet sich ein Überschuss in Höhe von 311 536,63 Euro. Diese Summe wird der Rücklage der Stadt zugeführt. Die klettert somit auf 2 591 175,65 Euro. Im vergangenen Jahr hatte die Stadt auch die Schulden um 125 000 auf 1 176 884,68 Euro abbauen können. Einstimmig beschloss der Stadtrat jetzt die Überprüfung der Jahresrechnung durch den Rechnungsprüfungsausschuss.

Trotz der guten Zahlen will sich die Stadt für das "Kommunalinvestitionsprogramm zur Verbesserung der Schulinfrastruktur finanzschwacher Kommunen in Bayern" bewerben. Dabei will man die Sanierungsmaßnahmen am Schulgebäude anmelden. Mit Blick auf die gute Finanzlage der Stadt wunderte sich Rudolf Schmid (Christliche Freie Wählergemeinschaft) über diesen Schritt, zumal Bärnau nicht wirklich als "finanzschwach" zu betrachten sei. "Da gelten andere Regeln", gab sich Bürgermeister Alfred Stier durchaus optimistisch.

Fläche für Photovoltaik

Die nächste Hürde hat das Sondergebiet "Solarenergieanlage Bärnau-Nord" genommen. Der Bereich für die Freiflächen-Photovoltaikanlage an der Zufahrt "Bärnau Mitte" umfasst eine Größe von rund 4200 Quadratmetern. Im Gremium wurde die Änderung des Flächennutzungsplans sowie des Bebauungsplan mit nur einer Gegenstimme genehmigt. Jetzt folgt die öffentliche Auslegung.

Anbau eines Gastraums

Bei der Unterstützung für den Sportbetrieb kann der Förderverein des Skilanglaufzentrums Silberhütte weiter auf die Stadt Bärnau bauen. Zu den Einnahmen gehören seit Jahren die Parkplatz-Gebühren. Der Verein ist für den Betrieb der Automaten zuständig und hat stets auch die Einnahmen behalten dürfen, obwohl die Fläche der Stadt gehört. Nach der zurückliegenden Saison allerdings wurde der Erlös zunächst an die Stadt überwiesen, immerhin eine Summe von 25 000 Euro. Bei der Stadtratssitzung war das Gremium einstimmig dafür, das Geld wieder an den Förderverein zurückzuüberweisen. Nur eine Mehrheit fand sich dagegen für den Antrag des Fördervereins, der an das bestehende Betriebsgebäude auf der Silberhütte einen Gastraum anbauen will. Auf einer Fläche von 6,5 mal 7 Meter sollen 24 Plätze entstehen. Gottfried Beer (SPD) verwies auf die laufenden Verhandlungen zum Schutzhaus. Mit dem Vorhaben würde eine Konkurrenz aufgebaut. In dieser Phase, in der alles in Bewegung sei, bewertete Beer dies als "suboptimal". Bürgermeister Alfred Stier wollte dies nicht so sehen, zumal bei dem Bau keine Küche vorgesehen ist. 2. Bürgermeister Michael Schedl brachte durchaus Verständnis für den Förderverein auf. Schließlich lasse sich nicht absehen, was mit dem Schutzhaus passiert. Rudolf Schmid wandte sich gegen den Antrag, der auch den Kauf des Schutzhauses uninteressant macht. "Das ist ein besserer Aufenthaltsraum", beurteilte Hubert Häring das Vorhaben. Alfred Stier verwies in diesem Zusammenhang auf die Bemühungen der Stadt, ein Grundstück auf der Silberhütte zu erwerben. Zwei Schreiben seien deshalb an den OWV als Besitzer gesandt worden. Eine Reaktion hätte die Stadt bislang nicht erhalten. "Ich kann nicht den Willen erkennen, dass was passiert", bedauerte der Bürgermeister. Gegen die Stimmen von Schmid, Beer und Josef Hubmann wurde dem Bauantrag zugestimmt.

Neuer Spielplatz

Einverstanden war der Stadtrat mit der Verlegung des Spielplatzes in Schwarzenbach sowie der Anschaffung neuer Spielgeräte. Der bisherige Platz im Baugebiet soll für Bauinteressenten bereitgestellt werden. Für die Gestaltung der neuen Fläche will die Stadt 5000 Euro für Spielgeräte einplanen. Weitere Kosten müssten durch Spendengelder finanziert werden, analog zum Spielplatz in Ellenfeld. Mit 190 Euro, rund zehn Prozent der Kosten, unterstützt die Stadt eine Sitzbankgruppe bei der Mariengrotte in Schwarzenbach. Der Bau erfolgte durch den Heimatverein in Eigenleistung.

Ich kann nicht den Willen erkennen, dass was passiert.Bürgermeister Alfred Stier zum Schutzhaus Silberhütte

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