27.04.2018 - 14:42 Uhr
BärnauOberpfalz

Auszeichnungen im Rathaussaal in Bärnau Ohne Feuerwehr vieles undenkbar

Das Ehrenzeichen ist ein Ausdruck der Anerkennung. Und das haben sich die langjährigen aktiven Feuerwehrleute allemal verdient.

Für 25 und 40 Jahre aktive Dienstzeit wurden Mitglieder der Feuerwehren Bärnau, Naab, Ellenfeld, Thanhausen und Altglashütte ausgezeichnet. Im Bild die Geehrten mit Landrat Wolfgang Lippert, Bürgermeister Alfred Stier, Kreisbrandrat Andreas Wührl, Kreisbrandinspektor Lorenz Müller und Kreisbrandmeister Helmut Czepa. Bild: Schirmer
von Werner Schirmer Kontakt Profil

Jahrzehntelange Mitarbeit bei den Brandschützern sieht auch Landrat Wolfgang Lippert in einem anderen Licht, wie die übliche Vereinszugehörigkeit. Nicht nur die Einsatzbereitschaft rund um die Uhr oder die gesellschaftlichen Leistungen der Feuerwehr hob der Landrat beim Ehrenabend im Bärnauer Rathaus hervor. Nachdem die Helfer oft zu schweren Unfällen gerufen würden, müssten sie auch über Stärke bei der Verarbeitung der oft schrecklichen Eindrücke verfügen.

Gerne war der Landrat nach Bärnau gekommen, auch weil ihm diese Auszeichnung sehr am Herzen liegt. Bei über 2300 (+ 14 Prozent) Einsätzen im vergangenen Jahr hätten die Helfer der Feuerwehren im Landkreis außerordentliches Engagement gezeigt. Dabei machten rund 66 (+ 6 Prozent) Prozent die technischen Hilfeleistungen aus. Gerade die Eindrücke bei den Unfällen und die Bereitschaft rund um die Uhr würden die aktiven Feuerwehrleute fordern. "Ich danke ihnen, dass sie bereit sind, dass alles auf sich zu nehmen", so Wolfgang Lippert. Und dazu zählte der Landrat natürlich auch das Engagement bei den Übungen und der Fortbildung. Und schließlich würden gerade die kleineren Feuerwehren auch eine wichtige gesellschaftspolitische Funktion erfüllen und das Zusammengehörigkeitsgefühl in der Gemeinschaft stärken. "Kümmern sie sich mit um die Jugend", gab der Landrat als Wunsch mit auf den Weg.

Gerade bei der Feuerwehr würden die jungen Leute Verantwortung lernen. Als Zeichen der Anerkennung hatte der Landrat die Ehrenkreuze mitgebracht. Zudem gab es für die Feuerwehr-Jubilare noch Ehrenamtskarten, die viele Vergünstigungen bietet, etwa den kostenlosen Besuch der Schlösser in Bayern. Bürgermeister Alfred Stier unterstrich die Bedeutung der Helfer. "Ohne die Feuerwehr wäre vieles undenkbar!" Deshalb leiste auch Bärnau seinen Anteil bei der Ausstattung. Aktuell hätte die Stadt die Unterstützung beim Kauf von fünf Fahrzeugen zu stemmen, wusste Stier. Kreisbrandrat Andreas Wührl dankte deshalb gerade für Unterstützung bei der Ausrüstung. Denn für eine optimale Hilfe benötigen die Feuerwehren auch die entsprechende Ausstattung. Beschweren brauchte sich der Kreisbrandrat an dieser Stelle nicht: Allein im kommenden Monat werden drei neue Feuerwehrautos übergeben.

Jahrzehnte bei der Feuerwehr

Beim Ehrenabend erhielten für 40 aktive Dienstjahre das Feuerwehr-Ehrenzeichen: Berthold Blumentritt, Erhard Reichl, Ludwig Schedl, Johann Ullrich, Josef Bäuml, Otto Schmid, Herbert Schmidkonz (alle Feuerwehr Naab), Berthold Freundl (Feuerwehr Bärnau), Johann Fischer, Hubert Lang, Erich Ries, Gerhard Beer, Albert Haberkorn, Gerhard Schedl, Engelbert Röckl, Rupert Fischer (alle Feuerwehr Ellenfeld), Alois Sladky (Feuerwehr Thanhausen) und Engelbert Träger (Feuerwehr Altglashütte). - Für 25 Jahre wurden geehrt: Kurt Fischer, Peter Fischer, Jürgen Rößler, Markus Zölch (alle Feuerwehr Naab), Christian Gleißner, Christian Hüttner, Mario Schwägerl (Feuerwehr Bärnau), Markus Daubitzer, Markus Gmeiner, Stefan Gmeiner, Jürgen Haas, Andreas Mark, Jürgen Mark, Martin Schmid, Markus Walter, Bernhard Weber, Christof Weber, Wolfgang Weber, Thomas Reger, Tanja Hahn, Manuela Zintl (Feuerwehr Ellenfeld). (ws)

Lobende Worte sowie Urkunden und Auszeichnungen dürfen bei einem Ehrenabend nicht fehlen. Bei den Urkunden musste Landrat Wolfgang Lippert passen. Denn auf denen steht noch "Bayerisches Ministerium für Inneres, Bauen und Verkehr". Seit März heißt es aber "Bayerisches Staatsministerium des Inneren und für Integration". Die neuen Urkunden wird das Landratsamt nachreichen. Mit der "Nadel" lag Lippert ebenfalls daneben. "Die langjährigen Brandschützer erhalten das Feuerwehr-Ehrenzeichen", korrigierte Kreisbrandrat Andreas Wührl.

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