18.05.2018 - 08:09 Uhr
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ADAC: Größte Staugefahr im Süden [Video] Pfingsten: Autofahrer müssen sich auf lange Staus gefasst machen

Tausende von Menschen machen sich am Freitag zu Beginn der Pfingstferien auf den Weg in den Urlaub, Autofahrer müssen sich auf lange Staus einstellen.

Symbolbild: Franziska Kraufmann/dpa
von Agentur DPAProfil

Die größte Staugefahr besteht nach Angaben des ADAC auf den Autobahnen in Richtung Süden. Besonders eng dürfte es auf der A8 zwischen München und Salzburg und auf der Inntalautobahn 93 nach Kufstein werden, wie ein Sprecher des Automobilclubs sagte. "Das Potenzial ist da, dass es richtig lange Staus geben wird."

Auch an Bayerns Flughäfen wird es voll werden. An Deutschlands zweitgrößtem Airport in München werden mehr als 150 000 Passagiere erwartet. Der letzte Schultag gehöre zu den verkehrsreichsten Tagen im Jahr, sagte ein Sprecher des Flughafens. Auch in Nürnberg rechnen die Betreiber mit einem deutlich größeren Ansturm an Passagieren als an normalen Freitagen. 75 Abflüge sind laut einem Sprecher geplant. In den kommenden zwei Wochen werden dort mehr als 265 000 Passagiere erwartet.

Rinderspacher: "Bayern droht der Verkehrskollaps"

Die Staus auf Bayerns Autobahnen werden derweil länger und länger: Im vergangenen Jahr gab es 9000 Staus, die insgesamt 16 000 Stunden dauerten - umgerechnet fast 667 Tage. Das geht aus der Antwort des Bauministeriums auf eine Anfrage von SPD-Fraktionschef Markus Rindespacher hervor. Im täglichen Schnitt waren das 25 Staus - im Vergleich zum Vorjahr sei das fast ein Drittel mehr, sagte Rinderspacher am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. "Bayern droht der Verkehrskollaps."

Die Gesamtlänge der bayerischen Staus schätzt das Ministerium auf 78 000 Kilometer. Der SPD-Politiker warf der Regierungspartei Untätigkeit vor: "Und die CSU schaut tatenlos dabei zu, wie sich endlose Fahrzeugschlangen durch die bayerischen Landschaften wälzen."

"Schienenverkehr wurde vernachlässigt"

Rinderspacher wirft der Staatsregierung vor, zu wenig für die Verlagerung des Güterverkehrs auf die Eisenbahn zu tun: "Wer den Schienenverkehr so vernachlässigt wie die CSU, kann über immer neue Staurekorde auf den bayerischen Autobahnen nicht verwundert sein", sagte der SPD-Fraktionschef. Er verwies auf die Prognosen, denen zufolge in den nächsten Jahren eine weitere Steigerung des Schwerlastverkehrs auf den Fernstraßen zu erwarten ist.

Nach der Analyse des Münchner Verkehrsministeriums ist Hauptursache der Staus der starke Verkehr. Hinzu kommen Unfälle und Baustellen. Wie lange ein einzelner Autofahrer durchschnittlich im Stau steht, lässt sich aus der Statistik nicht abschätzen.
Die Staatsregierung hat demnach von 2013 bis 2017 zwei Milliarden Euro ausgegeben, um das Stauproblem zu lindern.

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