07.05.2021 - 10:42 Uhr
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Gipfelidylle statt Völkerwanderung: Superlativ-Bergtouren meiden

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Gipfelbilder von Bergtouren versprechen Abgeschiedenheit und Naturerlebnis pur. Die Realität sieht oft anders aus. Ein paar Tipps, wie man Menschenmassen meidet.

Geheimtipps aus dem Internet bleiben nicht lange geheim – das Panorama genießt man ungestört eher woanders.
von Agentur DPAProfil

Eine volle Bergbahn, mit Kinderwagen und Mountainbikes bevölkerte Wanderwege, Scharen von Foto-Touristen an Aussichtspunkten: Nicht gerade das, was man sich unter einer idyllischen und einsamen Bergtour vorgestellt hat. Wem es auf das Naturerlebnis ankommt, der sollte auf Superlativ-Touren verzichten, rät der Deutsche Alpenverein (DAV).

Sprich: Wo es angeblich den besten Ausblick, das leckerste Hütten-Essen oder das tollste Fotomotiv gibt, geht man lieber nicht wandern. Oft finden sich solche Best-of-Tipps im Internet. Auch Geheimtipps in den Sozialen Medien sind nicht wirklich geheim. Führt eine Bergbahn zum Gipfel, kann man ebenfalls davon ausgehen, dort nicht allein zu sein.

Auch bekannte Fernwanderwege wie der E 5 von Oberstdorf nach Meran sind jederzeit stark frequentiert. Wer mit Kind unterwegs ist, wählt garantiert einen Kinderwagen-geeigneten Weg. Das heißt im Umkehrschluss: Wer keinen Kinderwagen schieben muss, meidet diese gut befahrbaren und meist vollen Strecken in den Bergen.

Auch eine gute Zeitplanung sorgt für mehr Einsamkeit bei der Wanderung. Wenn es geht, lieber an einem Werktag statt am Wochenende losziehen. Wege sowie Parkplätze sind dann meist leerer. Und auch wer schon unterwegs ist, während andere noch frühstücken, ist klar im Vorteil.

One-Way-Touren sind oft leerer: Bei einer Anreise mit den Öffentlichen kann man von anderer Stelle wieder abreisen. Mehr Ruhe verspricht auch eine Streckenauswahl gegen den Trend, also im frühen Sommer die Schattenseite und in den heißen Monaten die Sonnenseite des Berges wählen.

Je erreichbarer, desto voller: Touren in der Nähe von Städten oder der Autobahn meiden und besser ein Tal weiterfahren. Nicht unbedingt vorgefertigte Touren laufen, sondern per Karte eigene Strecken erkunden und so selbst auf Geheimtipps stoßen.

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