03.05.2018 - 20:00 Uhr
Deutschland & Welt

Den Platzhirsch im Visier Fahrbericht Hyundai Kona

Kennen Sie die GroKo? Nein, mit der Bundesregierung hat die nichts zu tun. Das ist die große Konkurrenz der Autobauer. Und die kommt aus Korea.

T-Roc, Karoq und Konsorten sind die Klassen-Kameraden des stylischen City-Kraxlers.
von Berthold Zeitler Kontakt Profil

Der Kona ist so ein Beispiel. Mit dem pfiffigen Stadt-Abenteurer greift Hyundai im stark boomenden Segment der kleinen Freizeitfahrzeuge an. T-Roc, Karoq und Konsorten sind die Klassen-Kameraden des stylischen City-Kraxlers. Wobei unser Testwagen durchaus auch über Stock und Stein klettern kann. Denn der 1,6-l-Motor ist generell mit Allrad und Doppelkupplungsgetriebe gekoppelt. Die Zwangsehe treibt zwar den Preis nach oben, bringt aber auch viel Mitgift. Ausgesprochen muskulös und jugendlich frisch steht der Kona auf stämmigen 18-Zöllern. Der Einstieg über die weit öffnenden Türen fällt leicht, auch die Hinterbänkler müssen keine allzu großen Verrenkungen befürchten. Mehr als zwei Erwachsene sollten es sich dort aber nicht bequem machen wollen.

Der Fahrer findet einen aufgeräumten Arbeitsplatz. Alles, was man drehen oder drücken muss, geht weitgehend intuitiv von der Hand. Dass das Gepäckabteil eines Autos dieser Größe lieber drei Trolleys statt eines Trumms von Koffer verdaut, versteht sich eigentlich von selbst. Kleinzeugs lässt sich in einem Fach unter dem Ladeboden verstauen.

Der Kona hält, was die Papier-Form verspricht. Die 177 PS drängen zwar recht hurtig nach vorne, protzen aber nicht mit ihrer Kraft. Satt liegt der Koreaner auf der Straße, durcheilt schnell gefahrene Kurven jederzeit sicher, lässt sich aber auch ganz gemütlich und entspannt auf der Landstraße bewegen. Das DSG schaltet unauffällig und souverän.

Ein Knopfdruck genügt

Ob Schaltpaddel das Fahrvergnügen da noch steigern könnten, sei einmal dahin gestellt. Wenn's pressiert, genügt ein Knopfdruck auf den Drive-Select-Schalter und der 1,4-Tonner legt einen kräftigen Zwischenspurt ein. Im Normalfall ist aber der Comfort-Modus die erste Wahl. Sport und Komfort bestimmen auch die Ausstattung unseres Testwagens, der in der Premium-Version mehr Assistenten hat als so manches Mittelklasse-Fahrzeug. Die halten die Spur, warnen bei Gefahr, bremsen im Notfall, schauen rückwärts, helfen beim Einparken und holen die Smartphone-Welt ins Auto. Alles schön, alles gut und alles auch ein bisschen teuer. Und doch auch alles noch ein bisschen günstiger als bei so manchem Mitstreiter.

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