28.09.2017 - 20:00 Uhr
Deutschland & Welt

Kia treibt es mit dem Stonic bunt Rio Grande das neue Flaggschiff

Im Konzert der sportlichen Freizeitfahrzeuge geben immer häufiger die kleinen Crossover den Ton an. Da mischt jetzt auch Kia mit.

von Berthold Zeitler Kontakt Profil

Ob der neue Stonic gleich die erste Geige spielen kann, muss sich noch zeigen. Aber der kleine Koreaner haut schon mal auf die Pauke. Das Orchester ist gut besetzt. Renault Captur, Citroen Cactus, Mazda CX-3 und der neue Opel Crossland (Fahrbericht siehe unten) haben sich bereits eingestimmt. Und Seat Arona und Hyundai Kona warten auch schon auf ihren Einsatz. Da tritt der Stonic also ein bisserl extravaganter auf die Bühne. Der Kunstname setzt sich aus Sport und Tonika zusammen. Letztere stammt aus der Harmonielehre und bezeichnet die erste Stufe einer Tonart.

Für den Stadt-Dschungel

Technisch ist der Stonic sozusagen ein Rio Grande. Er basiert auf dem acht Zentimeter kürzeren Kleinwagen, darf aber, auf 18 Zentimeter Bodenfreiheit aufgebockt, die Rolle des pfiffigen Mini-SUV für den Stadt-Dschungel spielen. So funky und trendy, also flippig und angesagt, fühlt sich der Koreaner dort sichtlich wohl. Die angepeilte Klientel ist nach Meinung der Marketing-Leute aktiv und modern und nimmt als wichtigstes Kaufargument eher schickes Design statt Kletterziegen-Eigenschaften. Also verzichtet der SUV-Zwerg auf Allrad und treibt es lieber bunt: Mit so frechen Farben, mutigen Kombinationen und Ziernähten selbst in den Sitz-Polstern hat noch kein Kia zuvor fahren dürfen.

Kein Baby-Sportage

Propere Proportionen, breite Radhäuser und muskulöse Schultern sorgen für einen athletischen Auftritt. Umso mehr bei einer Zweifarblackierung, wo die C-Säule zur Targa-Spange mutiert. Gerne verweisen die Korenaer auch auf die "Tigernase", den Kia-typischen Kühlergrill mit ausgeprägter Chromeinfassung. Trotz kompakter Außenmaße bietet der Stonic überraschend viel Platz im Innenraum. Die Materialien wirken zwar eher schlicht, gehen aber für diese Preisklasse in Ordnung. Mit Praxistauglichkeit zu punkten weiß der kleine Koreaner auch mit dem Ladeabteil. Ein Baby-Sportage wie das große Allrad-SUV ist der Stonic nicht, aber er soll ein neues Flaggschiff der Marke werden und nach Sportage und Ceed zum drittwichtigsten Modell in Deutschland avancieren. Also verfügt der Rio im Trekking-Dress schon serienmäßig über sechs Airbags, Start-Stopp-System, erweitertes Stabilitätsprogramm, Berganfahrhilfe und ein Infotainment-System mit Sieben-Zoll-Bildschirm und Smartphone-Integration, Bluetoooth mit Spracherkennung, Klimaanlage und elektische Außenspiegel.

Fahrspaß mit drei Zylindern

Der Kleine kann aber auch luxuriös: Je nach Ausstattung lassen sich noch Leder, Kartennavigation mit sieben Jahren Update-Garantie, elektrisches Glasschiebedach, Notbremsassistent mit Fußgängererkennung, Querverkehrwarner und Spurhalte- und Spurwechselassistent ordern.

Am 30. September kommt der Stonic zu Preisen zwischen 15 790 und 25 590 Euro in den Handel. Zur Wahl stehen zunächst drei Benziner und ein ebenso drehfreudiger wie laufruhiger Diesel. Wobei: Der Einliter-Dreizylinder geht nicht nur recht munter zu Werke, sondern bereitet auch richtig Fahrspaß. Nächstes Jahr kommt noch ein Siebengang-Direktschaltgetriebe. Und wer partout auf Allrad nicht verzichten will, kann sich ja schon einmal beim Schwester-Modell Hyundai Kona umschauen, das in den nächsten Wochen auf den Markt kommt.

Datenblatt

Kia Stonic: SUV, 5 Türen, 5 Sitze

Länge/Breite/Höhe (in mm): 4140/1760/1520; Kofferraum: 352-1155 l; Leergewicht: 1145-1349 kg; Zuladung: 445-455 kg;

Motoren (alle Euro 6): Benziner: 1,2-l, Vierzylinder, 84 PS, 5-Gang-Getriebe, 0-100 km/h 13,2 sec., Vmax. 165 km/h; Verbrauch: 5,2 l; CO2-Emission 118 g/km; Effizienzklasse B; Preis: ab 15 790 Euro. 1,4-l, Vierzylinder, 100 PS, 6-Gang, 12,6 sec.; 172 km/h; 5,5 l; 125 g/km; C; ab 17 390 Euro. 1,0-l, Dreizylinder, Turbolader, 120 PS, 6-Gang, 10,3 sec.; 185 km/h, 5,0 l; 115 g/km; B; ab 18 390 Euro.

Diesel: 1,6-l, Vierzylinder, Common-Rail-Turbodiesel, 6-Gang, 11,3 sec.; 180 km/h; 4,2 l; 109 g/km; A; ab 20 090 Euro. (bz)

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