11.03.2018 - 20:30 Uhr
Deutschland & Welt

Top-Reiseziele der Deutschen Spanien, Griechenland oder Türkei?

Wohin geht die Reise im Sommer? Spanien und Griechenland sind für deutsche Urlauber die absoluten Topziele. Beide Länder erwarten eine großartige Saison. Doch auch die Türkei meldet sich zurück - mit einem überzeugenden Argument.

Diee Windmühlen sind ein Wahrzeichen von Mykonos, einer der bekanntesten griechischen Inseln. Archivbild: Andrea Warnecke/dpa
von Agentur DPAProfil

Berlin. Wer im Sommer in die Sonne will, kommt an zwei Urlaubsländern nicht vorbei: Spanien und Griechenland. Für Pauschalurlauber sind das 2018 die Topziele. Wer wird in diesem Sommer das Rennen machen? Und was macht die Konkurrenz?

Der Deutsche Reiseverband (DRV) sieht das östliche Mittelmeer in diesem Jahr wieder im Trend. Griechenland sei mit einem starken Umsatzplus derzeit das meistgebuchte Sommerreiseziel der Deutschen noch vor den Balearen, sagte DRV-Präsident Norbert Fiebig auf der ITB. Schwächelt also Mallorca? Davon kann keine Rede sein. "Die Nachfrage nach Urlaub in Spanien ist auch für 2018 ungebrochen hoch", sagte Tui-Sprecherin Anja Braun. "Nahezu alle spanischen Ferienregionen liegen aktuell im Plus." FTI erwartet ebenfalls ein positives Jahr für Spanien. Etwas zurückhaltender ist DER Touristik mit seinen Pauschalreisemarken ITS und Jahn Reisen. Die Nachfrage normalisiere sich nach zwei übermäßig starken Sommern. Das seien gute Nachrichten sowohl für die Destination als auch für alle, die ihren Urlaub in Spanien verbringen möchten.

Was hinter dieser Aussage steckt: 2017 war Spanien extrem voll - und entsprechend teuer. Rund 4,5 Millionen Urlauber aus Deutschland reisten 2017 allein nach Mallorca. Das ist ein Plus von 6,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, obwohl Urlauber seit 2016 eine Ökosteuer zahlen müssen - die 2018 noch einmal verdoppelt wurde. Auf Mallorca, aber auch in Barcelona kam es 2017 wegen der Besuchermassen zu wütenden Protesten der Einheimischen. Von solchen Exzessen ist Griechenland noch entfernt. "Das Phänomen Overtourism betrifft ein paar Regionen, aber es ist begrenzt auf ein kleines Zeitfenster in der Hochsaison", sagte Yiannis A. Retsos, Chef der Greek Tourism Confederation. Dabei verzeichnet auch Griechenland immer neue Besucherrekorde. 2017 kamen 3,7 Millionen Deutsche, ein sattes Plus von 18 Prozent zu 2016 - was bereits ein Rekordjahr war. Das Land profitierte von der Krise in der Türkei.

Die Saison in diesem Jahr dürfte ähnlich erfolgreich verlaufen, auch wenn Griechenland ebenfalls eine Touristenabgabe eingeführt hat. "Griechenland, der Gewinner des Reisesommers 2017, liegt weiterhin im Trend und kann mit einem zweistelligen Buchungsplus nahtlos an das gute Vorjahr anschließen", sagte Tui-Sprecherin Braun. Auch bei Thomas Cook Signature und Neckermann ist die Nachfrage nach Urlaub in Hellas noch einmal gestiegen. DER Touristik erwartet für das Land ein weiteres Rekordjahr. Und FTI-Chef Ralph Schiller sagt: "Griechenland boomt geradezu." Bestseller seien die großen Inseln Kreta, Rhodos und Kos, was keine Überraschung ist. Alltours ist ebenfalls euphorisch: Griechenland setze seinen Höhenflug unvermindert fort, so Geschäftsführer Markus Daldrup.

Gut möglich aber auch, dass in diesem Jahr wieder viel mehr Urlauber in die Türkei reisen, die das Land zuletzt gemieden hatten. Die politischen Spannungen haben sich etwas entschärft. In Antalya und den anderen Ferienregionen an der türkischen Riviera und in der Ägäis ist man optimistisch. Nachdem 2017 nur 3,6 Millionen Deutsche kamen, sollen es in diesem Jahr wieder mehr als 5 Millionen sein.

Ein Argument ist auf jeden Fall auf der Seite der Türkei: Urlauber bekommen in den Hotels eine Topqualität zu konkurrenzlos günstigen Preisen. Spanien und Griechenland können da nicht mithalten.

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