15.04.2018 - 22:22 Uhr
Deutschland & Welt

Rente Höhere Mütterrente ab 2019

Berlin. (dpa) Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat die gesetzlichen Krankenkassen aufgefordert, angesichts milliardenschwerer Geldreserven die Mitgliedsbeiträge zu senken. "Der Spielraum ist bei sehr vielen Krankenkassen vorhanden, um die Beiträge zu senken. Die Versicherten haben einen Anspruch darauf. Es ist ihr Geld", sagte Spahn dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Montag). "Geld horten ist nicht Aufgabe der Krankenkassen."

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD). Bild: R.Hirschberger/dpa
von Agentur KNAProfil

Die Kassen hatten 2017 einen Überschuss von 3,15 Milliarden Euro erzielt. Unterm Strich verfügt die gesetzliche Krankenversicherung über mehr als 28 Milliarden Euro. Der GKV-Spitzenverband wies die Spahn-Forderung zurück: "Allein zum 1. Januar dieses Jahres wurden für über zwölf Millionen gesetzlich Versicherte die Beiträge gesenkt", sagte GKV-Sprecher Florian Lanz.

Bundessozialminister Hubertus Heil (SPD) will sein Rentenpaket mit Mütter- und Erwerbsminderungsrente zum 1. Januar 2019 in Kraft setzen. Mütter, die vor 1992 Kinder geboren haben, bekämen dann wie jüngere Mütter auch die vollen drei Jahre Kindererziehungszeit angerechnet, sagte Heil in der "Rheinischen Post". Im Koalitionsvertrag von Union und SPD ist festgelegt, dass dies nur für Mütter mit drei oder mehr Kinder gelten solle. Offen ist, ob bis dahin wie geplant der Beitrag zur Arbeitslosenversicherung um 0,3 Prozentpunkte auf 2,7 Prozent gesenkt wird und die Krankenversicherung zur gleichteiligen Beitragszahlung von Arbeitgebern und -nehmern zurückkehrt. Derzeit laufen dazu Gespräche zwischen Arbeits- und Gesundheitsministerium.

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