22.02.2018 - 22:14 Uhr
Deutschland & Welt

Formel 1 Ferrari und Mercedes lüften ihr Geheimnis

Silverstone/Maranello. Im schicken dunklen Anzug genoss Sebastian Vettel den Anblick seiner neuen Roten Göttin. Zwei Stunden nachdem Lewis Hamilton im weißen Rennoverall seinen neuen Silberpfeil bewundert hatte, lüftete Ferrari als letztes der drei Top-Teams der Formel 1 das Geheimnis um den neuen Rennwagen. "Das Auto ist ein großer Schritt zum vergangenen Jahr", sagte Vettel: "Du willst rein und auf die Strecke." Leichter Schneefall in Maranello lud indes wenig zu einer ersten Probefahrt ein.

SF71H - so heißt ganz nüchtern der neue Rennbolide, den Ferrari am Donnerstag vorstellte. Fahrer Sebastian Vettel wird bis zum Saisonstart aber noch einen Kosenamen bekanntgeben. Bild: Callo Albanese/dpa
von Agentur DPAProfil

Die ersten Kilometer hatte der neue Mercedes da schon hinter sich. Am Vormittag durfte Hamiltons finnischer Teamkollegen Valtteri Bottas ans Steuer des neuen Silberpfeils. Am Nachmittag kam Hamiltons Zeit. "Ich bin heiß darauf, mit dem Auto rauszufahren und seine Grenzen auszutesten", sagte der 32 Jahre alte, viermalige Weltmeister aus Großbritannien. Vorerst sind es aber nur Runden für Filmaufnahmen. Vom kommenden Montag an beginnt das Kräftemessen bei den offiziellen Testfahrten auf dem Circuit de Catalunya bei Barcelona. Beide Autos, der W09 von Mercedes und der SF71H von Ferrari, dem Vettel in den Tagen vor dem Saisonauftakt in Melbourne am 25. März auch noch einen Kosenamen verpassen wird, bauen auf den Vorgängermodellen auf. Bei beiden fallen daher zunächst vor allem die regelbedingten Veränderungen auf, insbesondere der Cockpitschutz Halo. Beim Silberpfeil ist er in schwarz gehalten. Teamchef Toto Wolff ist vom Anblick des vorgeschriebenen Sicherheitssystems alles andere als begeistert. "Wenn man mir eine Kettensäge geben würde, würde ich ihn entfernen", sagte der Österreicher.

Insbesondere Ferrari kann den Saisonstart nicht erwarten. Die Italiener sind seit 1950 ununterbrochen in der Formel 1, so lange wie kein anderes Team. Seit dem Titel von Kimi Räikkönen 2007 warten die stolzen Italiener aber auf einen WM-Triumph. Vettel will es in seinem vierten Ferrari-Jahr schaffen. Neben einer verbesserten Zuverlässigkeit wird er aber auch noch mehr Motorpower brauchen. Denn seit der Rückkehr der Turbotriebwerke bestimmt Mercedes das Tempo, gewann seit 2014 63 von 79 Rennen.

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