23.05.2018 - 21:56 Uhr
Deutschland & Welt

"Löwen" spielen um Aufstieg in 3. Liga Bierofka gibt Richtung vor

Nach dem tiefen Sturz in die Regionalliga will der TSV 1860 München einen weiteren Schritt in eine bessere Zukunft machen. Gegen den 1. FC Saarbrücken geht es um den Aufstieg in die 3. Fußball-Liga. Zuletzt hatten die Teams aus Bayern Erfolg. Ein gutes Omen?

von Agentur DPAProfil

München. Ein Jahr nach einer schwarzen Stunde der Vereinsgeschichte und dem Absturz in die Viertklassigkeit will der TSV 1860 München wieder als Aufsteiger feiern. Die "Löwen" streben an diesem Donnerstag (17.30 Uhr/BR und SR) beim 1. FC Saarbrücken ein Resultat an, das sie am Sonntag (14.30 Uhr/BR und SR) im Grünwalder Stadion veredeln wollen. "Ich bin überzeugt davon, dass wir sie in zwei Spielen schlagen können", sagte Trainer Daniel Bierofka am Mittwoch in Saarbrücken.

Ein emotionales Jahr liegt hinter der Mannschaft von Bierofka. Nach der Niederlage gegen Jahn Regensburg in der Relegation der 2. Fußball-Bundesliga wurde der Traditionsclub wegen finanzieller Probleme gleich in die Regionalliga durchgereicht. Dort begeisterte der deutsche Meister von 1966 seine Fans im Wochentakt und qualifizierte sich für die Aufstiegsplayoffs. "Man muss jetzt nicht übertreiben. Vor einem Jahr lag hier noch alles am Boden, dann haben wir aus dem Nichts eine Mannschaft zusammengeschraubt. Es ist eine schöne Situation", sagte Bierofka.

Dass die Münchener den Fokus auf den Fußball legen konnten, lag auch an einer ungewöhnlichen ruhigen Zeit im Umfeld. Rund um Investor Hasan Ismaik gab es anders als in der Vergangenheit kaum öffentlichen Querelen, mittelfristig wollen die "Löwen" sowieso wieder weiter oben Fuß fassen. Der Aufstieg in die 3. Liga ist eine wichtige Etappe, doch Saarbrücken ein harter Gegner. "Saarbrücken ist von der Papierform her leicht favorisiert. Es ist zu spüren, dass das keine normalen Spiele sind. Aber wir sind gut vorbereitet", sagte der Sportliche Leiter Günther Gorenzel. "Für solche Spiele lebst du als Profi, darauf arbeitest du hin, sie sind das Salz in der Suppe."

Mit 92 Toren in 36 Spielen ballerten sich die Saarbrücker um Kevin Behrens und Patrick Schmidt (je 19 Tore) zur torgefährlichsten Mannschaft der Regionalligen. Das Team von Trainer Dirk Lottner gilt als sehr spielstark. "Wir müssen Saarbrücken fordern. Das ist entscheidend. Wenn sie Ruhe haben, haben sie die Klasse, das Spiel zu bestimmen", warnte Bierofka und kündigte einen offensiven Auftritt der eigenen Elf an. "Unsere Mannschaft will nach vorne spielen. Das liegt in ihrer DNA", erklärte Bierofka über das Team, das Sascha Mölders mit 19 Treffern als besten Torschützen hat.

Mit 87 Treffern überzeugten auch die "Löwen" in der abgelaufenen Meistersaison offensiv. Dazu stand die Abwehr stabil. "Meine Mannschaft braucht Zweikämpfe, sie braucht den Kontakt zum Gegner. Wir werden nicht abwartend spielen, das kann ich schon jetzt sagen", sagte Bierofka.

Die "Löwen"-Amateure scheiterten 2013 in der Aufstiegsrunde, doch zuletzt gab es eine gute Serie für die Teams aus dem Freistaat. Die SpVgg Unterhaching, Jahn Regensburg und die Würzburger Kickers stiegen in den vergangenen drei Jahren auf. Ein gutes Omen?

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