18.05.2018 - 22:20 Uhr
Deutschland & Welt

Die WHO schlägt Alarm: Viruskrankeit in Millionenmetropole nachgewiesen Ebola im Kongo

Die WHO schlägt Alarm: Viruskrankeit in Millionenmetropole nachgewiesen

Im Kongo kämpfen die Helfer wieder gegen die Ebola. Bild: Mark Naftalin/UNICEF/AP/dpa
von Agentur DPAProfil

Genf. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat nach dem Auftauchen eines Ebola-Falls in einer kongolesischen Millionenstadt ihre Risiko-Einschätzung verschärft. Weil die Stadt Mbandaka durch einen Fluss, Straßen und den Flughafen mit anderen Bevölkerungszentren vernetzt sei, habe sich das Risiko der Ausbreitung erhöht, berichtete die WHO am Freitag in Genf.

Sie sieht aber dank der schnellen Reaktion der Regierung auf den Ebola-Ausbruch zunächst keinen Grund einen "internationalen Gesundheitsnotstand" auszurufen. Er sei vom Einsatz der kongolesischen Regierung beeindruckt gewesen, sagte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus am Freitag in Genf. Inzwischen sind die Viren laut Gesundheitsministerium im Kongo bei 14 Menschen bestätigt worden, darunter bei einem Toten. Der von der WHO einberufene Ausschuss für Notfälle rief am Freitag die Gesundheitsbehörden vor Ort auf, ihre strikte Überwachung aufrechtzuerhalten. Die Nachbarländer sollten wachsam sein und sich vorbereiten. Die EU stellte 1,6 Millionen Euro zur Bekämpfung der Seuche bereit und will Flüge für Helfer und Ausrüstung organisieren. Das Ebola-Virus gehört zu den gefährlichsten Krankheitserregern der Welt. Es kann hämorrhagisches - mit Blutungen einhergehendes - Fieber auslösen. Jeder zweite Erkrankte stirbt nach WHO-Angaben.

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