23.04.2018 - 21:56 Uhr
Deutschland & Welt

Touristen aus China verunglücken in Nordkorea 36 Tote bei Busunfall

Peking. Bei einem schweren Busunglück mit chinesischen Touristen in Nordkorea sind 36 Menschen ums Leben gekommen. Unter den Opfern sind 32 Chinesen und 4 Nordkoreaner, wie der Sprecher des Außenministeriums, Lu Kang, am Montag in Peking berichtete. Zwei weitere Chinesen seien schwer verletzt in einem kritischen Zustand. Das Unglück ereignete sich am Sonntagabend in der nördlichen Hwanghae Provinz südlich der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang.

von Agentur DPAProfil

Das chinesische Staatsfernsehen berichtete zunächst auf Twitter, der Bus sei von einer Brücke gestürzt. Doch wurde der Tweet später wieder gelöscht. Nach unbestätigten Berichten sollen die Touristen aus Shenyang in Nordostchina stammen. Das Außenministerium in Peking erklärte weiter, dass Vertreter der chinesischen Botschaft in Pjöngjang zur Unglücksstelle geeilt seien. Auch entsandte China ein medizinisches Team nach Nordkorea.

Die Ursache des schweren Unfalls ist nicht bekannt. Die Straßen im isolierten Land sind zwar nicht vielbefahren, aber Reisebusse auch nicht immer in gutem Zustand. Auch erleben Reisende bei Überlandfahrten mit Bussen häufig waghalsige Fahrmanöver bei überhöhter Geschwindigkeit. Chinesische Touristen gehören zu den größten Gruppen ausländischer Reisender und besuchen Stätten, die an den Koreakrieg (1950-53) erinnern. Damals hatten chinesische "Freiwillige" an der Seite Nordkoreas gegen UN-Truppen gekämpft.

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