In Brandenburg sind innerhalb weniger Wochen über 240 Rinder gestohlen worden. Die Taten verteilen sich auf mehrere Vorfälle in verschiedenen Landkreisen. Betroffen waren unter anderem Zucht- und Mutterkühe verschiedener Rassen: Uckermärker, Angus, Blaue Belgier und Zuchttiere einer gefährdeten Rasse. Wie unter anderem das Portal „Top-Agrar“ berichtet, hat die Ermittlungsgruppe „EG Weide“ des Landeskriminalamts Hinweise auf einen blauen „Viehtransporter in der Größenordnung von 12,5 Tonnen“, der im Umfeld eines abgelegenen Kuhstalls gesehen wurde.
Laut „Bauern-Zeitung“ geht es um groß angelegte Viehdiebstähle in sieben Wochen. Der materielle Schaden liege bei rund 337.000 Euro. Der Bauernverband spricht von organisierter Kriminalität. Heiko Terno, Geschäftsführer des Bauernverbands Südbrandenburg, vermutet, dass die Täter die Weiden vorher gezielt auskundschaften und nachts in einer koordinierten Aktion zuschlagen. In den dünn besiedelten Gebieten bekomme das kaum jemand mit.
Was mit den gestohlenen Tieren geschieht, ist noch unklar. Terno hält zwei Wege für naheliegend: Entweder würden die Tiere ins Ausland gebracht oder schwarz geschlachtet. Der Anreiz sei groß, weil die Rindfleischpreise derzeit historisch hoch seien. Charolais-Züchterin Maria Wache aus Heideblick hält laut Bauern-Zeitung für möglich, „dass gezielt Zuchtrinder gestohlen werden, um anderswo eine neue Herde aufzubauen“.













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