Wir müssen mehr miteinander reden und auch auf den Stil achten", sagt Matthias Zahn, Kreisvorsitzender des Bundesverbandes Deutscher Milcherzeuger (BDM) in Tirschenreuth bei einer Podiumsdiskussion. Es ging nicht um links oder rechts, AfD oder Flüchtlinge, sondern um den Kurs der Agrarpolitik. Auch die Landwirtschaft kann spalten. "Wir wollen uns aber nicht zurücklehnen und auf andere schimpfen."
Kennedys Wahlspruch auf den Milch-Punkt gebracht: Die Milchbauern fragen, wie sie ihr Verhalten ändern können, um die Märkte nicht zu überfluten. Wo bisher die Regel galt: Steigt die Menge, sinkt der Preis - dann erst recht raus mit der Ware, um den Verlust abzufangen - plädiert der BDM für Selbstregulierung. Belohnt wird, wer bremst, sanktioniert wird, wer weiter Gas gibt.
Und nicht nur das: Der BDM hinterfragt die Folgen des eigenen Tuns: für die Umwelt, wenn der Boden überdüngt ist; für den Weltmarkt, wenn er von der EU mit Milch überschwemmt wird; für Entwicklungsländer, wenn einheimische Produkte von subventionierten Importen verdrängt werden.
In einer Zeit, in der sich jeder selbst der nächste ist, ist solches Verhalten vorbildhaft. Verantwortung füreinander zu übernehmen, den Gemeinsinn zu stärken, ist die bessere Alternative für Deutschland, anstatt zu spalten. Das verdient nicht nur Respekt, sondern sollte honoriert werden. Als Verbraucher können wir an den Kassen der Supermärkte und Discounter für regionale Produkte unserer Landwirte abstimmen - oder noch besser: im Hofladen.













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