Das Gastgewerbe brauche eine konkrete Perspektive, sagte Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) am Freitag. Das Gespräch von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten um den 30. April wäre der passende Zeitpunkt für Entscheidungen, sagte Aiwanger. Zwei Meter Abstand zwischen den Gästen, Masken für das Personal, Hygiene- und Zugangsregeln „müssen ein Weg in die Normalität und zur Verhinderung von zahlreichen Betriebsinsolvenzen sein“.
Der Verein zum Erhalt der Bayerischen Wirtshauskultur forderte, die Gastronomie spätestens am 1. Mai wieder zu öffnen. Abstandsregeln könnten in Biergärten mindestens so gut eingehalten werden wie im Supermarkt. „Wir sprechen hier nicht von einzelnen Gasthäusern, die um ihre Existenz bangen. Uns steht ein landesweites Wirtshaussterben bevor, wie wir es bisher noch nicht erlebt haben“, sagte der Vereinsvorsitzende Franz Bergmüller und kritisierte Ministerpräsident Markus Söder (CSU): „Es ist ein Irrsinn, dass unsere verantwortlichen Politiker die gesamte Branche, ohne mit der Wimper zu zucken, an die Wand fahren lassen.“
Aiwanger sagte, auch für die Hotels wünsche er sich einen Ausweg aus der Totalschließung in absehbarer Zeit. Dringend notwendig sei zudem, dass der Bund den Mehrwertsteuersatz in der Gastronomie auf sieben Prozent senke. Das bayerische Tourismus- und Gastgewerbe ist mit bis zu 600 000 Beschäftigten und 34 Milliarden Euro Jahresumsatz eine bedeutende Wirtschaftsbranche im Freistaat.













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