03.03.2020 - 13:15 Uhr
MünchenDeutschland & Welt

Alfons Schuhbeck hat keinen Stern mehr - will ihn aber zurück

Alfons Schuhbeck ist einer der bekanntesten Köche Deutschlands und war viele Jahre mit einem Michelin-Stern dekoriert. Von dem muss er sich nun allerdings verabschieden - zumindest vorerst.

Der Sternekoch Alfons Schuhbeck hält eine Platte mit angerichtetem Hummer in den Händen.
von Agentur DPAProfil

Alfons Schuhbeck (70) ist vorerst kein Sternekoch mehr. Mit der Schließung seines Münchner Gourmet-Restaurants "Alfons" hat er seinen Stern verloren, wie der Guide Michelin mitteilte. Weil das Restaurant erst Anfang des Jahres geschlossen wurde, taucht der Stern in der gedruckten Ausgabe des Restaurantführers zwar noch auf - online allerdings nicht mehr. Schuhbecks Restaurant "Südtiroler Stuben" hatte von 2003 bis 2017 einen Michelin-Stern. Seither sicherte das Fine-Dining-Restaurant dem vor allem als Fernsehkoch bekannten Schuhbeck den Status des Sternekochs.

"Grund für die Streichung in den Online-Publikationen ist die vorübergehende Schließung und Ausrichtung auf das neue Konzept", teilte der Guide Michelin auf Anfrage mit. Nach einer Wiedereröffnung würden die Restauranttester Schuhbecks Laden aber wieder unter die Lupe nehmen und "die Qualität der Küchenleistung und des neuen Konzepts überprüfen und entsprechend bewerten". Sollte diese stimmen, stünde einem neuen Stern für Schuhbecks Restaurant nichts im Weg. Die Michelin-Sterne werden jeweils für ein Jahr verliehen.

Schuhbeck kündigte an, sich seinen Michelin-Stern zurückholen zu wollen. "Das gebietet schon mein sportlicher Ehrgeiz und dafür arbeitet unser Team jeden Tag mit aller Kraft und ganz viel Herzblut", sagte er am Dienstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Ihm sei bewusst gewesen, "dass wir den Stern dort abgeben müssen, wenn der Laden geschlossen ist, bis feststeht, wann wir mit einem neuen Konzept wiedereröffnen", sagte Schuhbeck. "Die ‚Südtiroler Stuben‘, unser Münchner Stammhaus, ist unverändert auf Sternen-Niveau und wir werden uns den ‚offiziellen‘ Stern natürlich zurückholen", betonte er.

Und außerdem: Sterne seien toll - aber auch nicht alles: "Ein Stern ist für jeden Koch eine besondere Auszeichnung. Aber das Wichtigste sind für mich unsere zufriedenen Gäste."

Über einen neuen Stern in diesem Jahr können sich dagegen das Münchner Restaurant "Les Deux" und "Obendorfer's Eisvogel" in Neunburg vorm Wald (Landkreis Schwandorf) freuen, die im neuen "Guide" nun zwei von drei möglichen Sternen bekommen. Damit hat Bayern zwölf Zwei-Sterne-Restaurants - so viele wie kein anderes Bundesland. Die beiden Drei-Sterne-Restaurants im Freistaat sind die "Überfahrt" von Christian Jürgens in Rottach-Egern am Tegernsee und das "Atelier" von Küchenchef Jan Hartwig im Nobelhotel "Bayerischer Hof" in München.

Den jeweils ersten Stern gibt es in diesem Jahr für sechs Restaurants: Das "Mural" und das "Sparkling Bistro" in München, das "Gasthaus Jakob" im niederbayerischen Perasdorf, das "Pavo" in Pfronten, "Schwingshackl Esskultur Gourmet" in Bad Tölz und das "Weinstock" in Volkach in Unterfranken. Genau so viele Restaurants verlieren aber einen Stern - darunter die "Abt- und Schäferstube" in Amorbach in Unterfranken oder das "Gams & Gloria" in Schwangau. Alles in allem zeichnet der aktuelle Restaurantführer deutschlandweit 308 Häuser aus.

Die Oberpfalz hat ein neues Zwei-Sterne-Restaurant

Neunburg vorm Wald

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