25.05.2018 - 09:32 Uhr
AmbergDeutschland & Welt

Bärtige Botschafter

Ungewöhnlicher und bärtiger Besuch im israelischen Generalkonsulat in München. Der Ostbayerische Bart- und Schnauzerclub richtet die "Offene Europameisterschaft der Bärte" in Tel Aviv aus.

Der Ostbayerische Bart- und Schnauzerclub aus Amberg mit Präsident Wilhelm Preuß (links) war zu Besuch bei der israelischen Generalkonsulin Sandra Simovich (sitzend, Zweite von rechts). Anlass war die "Offene Europameisterschaft der Bärte", die am 22. Juni in Tel Aviv stattfindet.
von Matthias Schecklmann Kontakt Profil

(jum/msh) Die Diplomaten im israelischen Generalkonsulat in München staunten nicht schlecht, als ihnen eine Delegation von Bartträgern aus der Oberpfalz die Aufwartung machte. Es sei wohl einer der "ungewöhnlichsten Besuche" in der Vertretung gewesen, hieß es anschließend.

(jum/msh) Die Diplomaten im israelischen Generalkonsulat in München staunten nicht schlecht, als ihnen eine Delegation von Bartträgern aus der Oberpfalz die Aufwartung machte. Es sei wohl einer der "ungewöhnlichsten Besuche" in der Vertretung gewesen, hieß es nach dem Termin am Donnerstag.
Ungewöhnlich war auch der Grund für den Aufmarsch der gezwirbelten Schnauzer und vollen Rauschebärte: Der in Amberg ansässige Ostbayerische Bart- und Schnauzerclub veranstaltet am 22. Juni die "Offene Europameisterschaft der Bärte" in Tel Aviv. Bewertet werden insgesamt 18 Kategorien nach den Richtlinien des Deutschen Bartclubs bei Schnauz-, Voll-, Kinn- und Backenbärten. Eine siebenköpfige Jury kürt am Mittelmeer die Europameister.
Hinter dem besonderen Austragungsort, einem Hotel in Tel Aviv, steckt jahrelange Planung. "Durch ein israelisches Mitglied unserer Clubs aus Berlin, der diesen Plan schon seit Jahren verfolgt, haben wir die Kontakte in sein Heimatland hergestellt. Wir haben es dem Deutschen Bartclub vorgeschlagen, der hat zugestimmt und nun sind wir die Organisatoren", erklärt Wilhelm Preuß, der Präsident des Amberger Clubs.
Neben den deutschen Teilnehmern erwartet Preuß in Israel auch internationale Gäste: "Wir haben Anmeldungen aus Österreich, Schweden, Frankreich, der Schweiz, den USA und aus dem Gastgeberland." Der Ostbayerische Bart- und Schnauzerclub in Amberg besteht seit inzwischen zwölf Jahren. Preuß ist seit der Gründung Präsident und war auch zehn Jahre Präsident des Deutschen Bartclubs. Inzwischen haben die Amberger 119 Mitglieder und sind immer weiter auf der Suche nach bärtigem Nachwuchs.
Preuß selbst kam durch Zufall mit einem Bartclub in Kontakt. "Ich war zu Besuch bei meinem Onkel und hatte schon damals guten Bartwuchs. An einem Kiosk sprach mich ein Mitglied des Schwäbischen Bart- und Schnauzerclubs an. Dem bin ich dann 1992 beigetreten. Viele meiner Bekannten und Freunde waren ebenfalls Bartträger und ich habe sie angesteckt. Wir sind auf Meisterschaften gefahren", erzählt er. Doch die 400 Kilometer langen Fahrten nach Schömberg bei Reutlingen wurde den Oberpfälzern irgendwann zu viel. "Wir haben uns gesagt, dass wir das auch können. Daher haben wir 1996 unseren eigenen Bartclub in Amberg gegründet. Gründungsmitglieder sind unter anderem der Weidener Stadtrat Karl-Heinz Schell und der ehemalige Landtagsabgeordnete Heinz Donhauser.
Die israelische Generalkonsulin in München, Sandra Simovich, war jedenfalls begeistert von den Bartträgern aus der Oberpfalz. Nach deren Rückkehr aus ihrem Heimatland hat sie sich zu einem Gegenbesuch in Amberg angekündigt. Auch Preuß war begeistert: "Für uns war es ein angenehmer Tag. Die Generalkonsulin ist eine nette und weltoffene Dame. Zwei ihrer Mitarbeiter hatten auch schöne Bärte, da könnte man über eine Teilnahme an Meisterschaften nachdenken."___Weitere Informationen:www.bcostbayern.de/

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

Videos

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.