20.02.2019 - 16:48 Uhr
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Neu im Kino: Ein Serienmörder wütet in St. Pauli

Regisseur Fatih Akin wagt sich an seinen ersten Horrorfilm, Comedy-Queen Melissa McCarthy wagt sich erstmals an eine ernste Rolle - und Christian Bale hat für eine Rolle mal wieder kräftig zugenommen. Die Kinostarts der Woche im Überblick.

Jonas Dassler spielt den Serienmörder Fritz Honka sehr eindringlich. „Der goldene Handschuh“ bleibt dem Zuschauer in jedem Fall in Erinnerung, ist aber sicherlich nicht jedermanns Filmgeschmack.
von Redaktion onetzProfil

"Der Goldene Handschuh": Nach dem NSU-Drama "Aus dem Nichts" hat Fatih Akin seinen ersten Horrorfilm gedreht: "Der Goldene Handschuh" ist die Verfilmung von Heinz Strunks erfolgreichem Tatsachenroman über den Serienmörder Fritz Honka. Der brachte in der 70er Jahren in Hamburg vier Frauen um. Der erst 23-jährige Jonas Dassler ("Das schweigende Klassenzimmer") schlüpft mit dicker Maske in diese Rolle des Mörders. Der Film erzählt von Honkas Leben und den Morden, aber auch vom Milieu in der Kneipe "Der Goldene Handschuh" in Hamburg-St. Pauli. Bei der Berlinale feierte der Film kürzlich Premiere - und polarisierte.

(Regie: Fatih Akin - Mit Jonas Dassler, Margarethe Tiesel und Katja Studt - 110 Minuten - frei ab 18 Jahren) (dpa)

Trailer "Der Goldene Handschuh"

"Can You Ever Forgive Me?": Durch derbe Komödien wurde Melissa McCarthy ("The Boss", "Taffe Mädels") zum Star. Nun zeigt sie sich in dem Drama "Can You Ever Forgive Me?" von ihrer ernsten, berührenden Seite. In der Buchverfilmung unter der Regie von Marielle Heller ("The Diary of a Teenage Girl") spielt sie die 2014 gestorbene US-Autorin Lee Israel, die als Betrügerin in die Schlagzeilen geraten war. Aus Geldnot hatte sie in den 1990er Jahren Hunderte Briefe berühmter Autoren und Schauspieler, darunter Ernest Hemingway, Humphrey Bogart und Dorothy Parker, gefälscht und verkauft. Ihr schwuler Kneipenfreund Jack Hock (Richard E. Grant) half dabei. McCarthy und Grant haben Oscar-Chancen, ebenso Nicole Holofcener, die das Drehbuch schrieb.

(Regie: Marielle Heller - Mit Melissa McCarthy und Richard E. Grant - 107 Minuten - ohne Altersbeschränkung) (dpa)

Trailer "Can You Ever Forgive Me?"

"Der verlorene Sohn": Teenager Jared Eamons (Lucas Hedges) ist wohlbehütet in der Obhut seiner Eltern Nancy (Nicole Kidman) und Marshall (Russell Crowe) aufgewachsen. Doch je älter er wird, desto mehr fühlt er sich sexuell zu Jungen hingezogen - und das ist für seine Familie ein Problem. Als Baptistenprediger seines Heimatdorfes ist es für Marshall absolut unmöglich, die Neigungen seines Sohnes zu akzeptieren. Über den Kopf seiner aufgeschlosseneren Ehefrau hinweg, verdonnert er den Jungen zu einer religiösen Therapie. Hier sollen homosexuelle Teenager mit streitbaren Methoden umerzogen werden. Im Therapiezentrum angekommen nimmt ihn der selbst ernannte Therapeut Victor Sykes (Joel Edgerton) unter seine Fittiche. Fortan muss Jared lernen, seine Gelüste als krankhafte Schwäche anzusehen, die er zu bekämpfen hat. Doch anders als seine Mitpatienten beginnt Jared zu rebellieren.

(Regie: Joel Edgerton - Mit Lucas Hedges, Russell Crowe und Nicole Kidman - 115 Minuten - frei ab 12 Jahren) (dpa)

Trailer "Der verlorene Sohn"

"Vice - Der zweite Mann"; Mit mit Extra-Pfunden und gekonnter Maske verwandelt sich Oscar-Preisträger Christian Bale ("The Fighter") in "Vice - Der zweite Mann" in den ehemaligen US-Vizepräsidenten Dick Cheney. Die bissige Politsatire von US-Regisseur Adam McKay ("The Big Short") erzählt die Geschichte des erzkonservativen Politikers, der unter George W. Bush 2001 Vizepräsident und zu einem der mächtigsten Drahtzieher im Weißen Haus wurde. In weiteren Rollen sind Sam Rockwell als George W. Bush, Amy Adams als Cheneys Ehefrau und Steve Carell als Ex-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld zu sehen. "Vice" hat acht Oscar-Chancen, darunter als bester Film, für Bale, Rockwell, Adams und Regisseur McKay.

(Regie: Adam McKay - Mit Christian Bale, Amy Adams, Steve Carell und Sam Rockwell - 132 Minuten - FSK o.A.) (dpa)

Trailer "Vice - Der zweite Mann"

"Mein Bester & ich": Den Job hat er wirklich nicht gewollt, aber der gelähmte Milliardär Philip (Bryan Cranston) sucht sich ausgerechnet den vorbestraften Dell (Kevin Hart) als seinen neuen Pfleger aus. Der hat zwar von der ganzen Materie keine Ahnung, aber dafür bringt er andere Qualitäten mit. Schon bald entsteht zwischen den beiden ungleichen Männern eine ganz ungewöhnliche Freundschaft, die das Leben beider verändern wird. Philips persönliche Assistentin (Nicole Kidman) hat ein Auge darauf, dass nichts aus dem Ruder läuft. Eine der schönsten und intelligentesten Komödien der letzten Jahre war "Ziemlich beste Freunde". Jetzt wurde die Geschichte von Paris nach New York verlegt: "Mein Bester & ich" heißt das US-Remake, das mit hochkarätigen Stars aufwartet.

(Regie: Neil Burger - Mit Bryan Cranston, Kevin Hart, Nicole Kidman, Julianna Margulies, Aja Naomi King und Golshifteh Farahani - 126 Minuten - frei ab 6 Jahren) (dpa)

Trailer "Mein Bester & ich"

"Die Schneekönigin: Im Spiegelland»: Magie ist nicht mehr angesagt in diesem, auf einem Märchen von Hans Christian Andersen beruhenden, russischen Animationsfilm. Vielmehr sei nun technischer Fortschritt der "letzte Schrei". König Harald ist es, der der Zauberei den Garaus machen will. Jeden, der über magische Fähigkeiten verfügt ins so genannte Spiegelland verbannt. Die kleine Gerda indes - auch sie eine Gefangene des Spiegellandes - macht sich daran, die Magie zu retten. Filmische Annäherungen an das Märchen des dänischen Dichters (1805 - 1875) hat es bereits einige gegeben. Darunter etwa den, 2013 in den Kinos angelaufenen, amerikanischen Animationsfilm "Die Eiskönigin - Völlig unverfroren" (Originaltitel: "Frozen").

(Regie: Robert Lence und Aleksey Tsitsilin - 80 Minuten - frei ab 6 Jahren) (dpa)

(Die Schneekönigin: Im

Spiegelland, Russland 2018, 80 Min., FSK ab 6, von , https://www.24-bilder.de)

Trailer "Die Schneekönigin: Im Spiegelland"

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