21.08.2019 - 15:24 Uhr
AmbergDeutschland & Welt

Reh, Biber, Fuchs und Hase überfahren

Dass Wildunfälle im Polizeibericht landen, ist nicht ungewöhnlich. Dass an einem Tag aber gleich vier verschiedene Tiere durch Autos verletzt oder getötet werden, kommt eher selten vor. Der ADAC mahnt zu erhöhter Vorsicht, je kürzer die Tage werden.

Vor allem auf Rehe muss man als Autofahrer verstärkt aufpassen. Aber auch kleinere Tiere wie Hasen und Füchse leben im Spätsommer gefährlich.
von Frank Stüdemann Kontakt Profil

Es war kein guter Dienstag für Wildtiere im Kreis Amberg-Sulzbach: ein Reh, ein Biber, ein Fuchs und ein Hase wurden Opfer des Straßenverkehrs, wie die Polizei Amberg am Mittwoch in einer Mitteilung aufzählte.

In Hohenburg fuhr ein BMW-Fahrer nachts einen Fuchs an, der verletzt flüchtete - der Jagdpächter wurde informiert. Bei Hirschau kollidierte am Abend eine Opel-Fahrerin mit einem Reh: Auch hier überlebte das Tier schwer verletzt, musste laut Mitteilung allerdings von einer Polizeistreife erschossen werden. Ebenfalls nicht überlebt hat ein Hase, der auf der B 299 bei Kastl in einen VW rannte und einen "erheblichen Schaden" am Fahrzeug verursachte. Bereits leblos war laut Polizei offenbar ein Biber, der auf einer Kreisstraße bei Freudenberg überrollt wurde - spätestens danach sei das Tier "definitiv verendet", schreibt die Polizei.

"Zum Herbstbeginn müssen Autofahrer auf Landstraßen entlang von Wiesen, hochstehenden Maisfeldern und durch Waldgebiete mit Wild an der Straße rechnen", warnt der ADAC. Vermehrt passieren Wildunfälle in der Dämmerung und bei beginnender Dunkelheit, die sich für Pendler auf dem Nachhauseweg mit der Zeitumstellung Ende Oktober nochmals verlängert. Taucht Wild am Straßenrand auf, sollten Autofahrer sofort das Tempo reduzieren. Befindet sich ein Tier bereits auf der Fahrbahn, sollte man das Fernlicht ausschalten und durch Hupen versuchen, das Wild zu vertreiben.

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