30.05.2018 - 09:05 Uhr
SchwandorfDeutschland & Welt

Nach Rekord-Mai: Meteorologischer Sommer bringt nichts Neues

Meteorologisch geht ein Frühling der Superlativen zu Ende. Die Berufspaniker unter den Wetterpropheten kriegen sich kaum noch ein.

Symbolbild
von Andy NeumaierProfil

Aber auch, wenn man das sachlich nüchtern bei einem gemütlichen Zoigl betrachtet, waren das schon beeindruckende 3 Monate.Meteorologisch geht ein Frühling der Superlativen zu Ende. Die Berufspaniker unter den Wetterpropheten kriegen sich kaum noch ein, aber auch, wenn man das sachlich nüchtern bei einem gemütlichen Zoigl betrachtet, waren das schon beeindruckende 3 Monate.

Aber auch, wenn man das sachlich nüchtern bei einem gemütlichen Zoigl betrachtet, waren das schon beeindruckende 3 Monate. Kältewellen im März, dann der wärmste April seit Aufzeichnungsbeginn, und jetzt hat´s der Mai auch noch gepackt, und steht sogar besser da, als ein gewöhnlicher Juni in der Oberpfalz.

Bedrohliche Trockenperioden, und auf der anderen Seite dann aber auch diese lokalen, schweren Unwetter mit Schlammoptik, die kein Mensch braucht. Warum immer gleich alles unter Wasser steht, erklärt sich übrigens anhand des Beispiels von Konnersreuth vor über einer Woche schnell von selbst: Bei 60 Liter Regen/qm in nur einer Stunde stürzten auf der Fläche der Marktgemeinde etwa 1,5 Milliarden (!!) Liter Wasser vom Himmel. Dann müssen dort nur ein paar - ohnehin überforderte - Gullys mit Hagel und Unrat verstopft sein, und schon ist die Katastrophe perfekt. Diese Gefahr sind wir leider auch weiter nicht los.

Sonne, Dampfluft und Sturzflutgefahr

An Fronleichnam wird es sehr warm und schwül. Nach örtlichem Frühnebel scheint zunächst die Sonne, danach bilden sich einzelne, teils aber schwere Wärmegewitter mit punktueller Überflutungsgefahr. Die Temperaturen steigen zuvor auf 26 bis 30 Grad.

Der Brücken- Freitag bringt schon früh am Tag Schauer und Gewitter, die bis in den Abend immer wieder neu aufleben, und auch nur sehr langsam ziehen. Deshalb kann es punktuell wieder große Regen- und Hagelmengen geben. Wie immer: Manchmal passiert nicht viel, und manchmal viel zu viel. Die Temperaturen erreichen kühlere, aber dampfige 19 bis 24 Grad. In der Nacht wird´s ruhiger, teilweise bildet sich bei 16 bis 13 Grad dichter Nebel.

Am Samstag hängt am Morgen teilweise noch viel Nebel oder Hochnebel herum, und wenn dieser sich auflöst, bildet sich mit der Sonne daraus schnell wieder Quellbewölkung. Vor allem nachmittags und abends kann es wieder örtliche Schauer oder Gewitter geben, die Wahrscheinlichkeit ist aber etwas geringer als am Vortag. 19 bis 24 Grad, in der Nacht 15 bis 11 Grad.

Hoffnung am Sonntag: Geringes Gewitterrisiko, viel Sonne, ein paar lockere Wolkenfelder, und angenehm frühsommerliche 21 bis 26 Grad. Die Nacht eignet sich bei 13 bis 9 Grad zum Durchlüften.

Und täglich grüßt das Gewittertier

Richtig einteilen lässt sich die neue Woche nicht, denn es ändert sich am Grundgerüst rein gar nichts. Wir sitzen fest im schwülen Morast aus Sonne, Wolken, und jeweils in der zweiten Tageshälfte nahezu täglich immer irgendwo kräftigen Schauern und Gewittern. Ohne „Gewitterbremse“ mit Sonne bis zum Abend gibt´s nahe 30 Grad, wenn´s schon am frühen Nachmittag mal duscht, dann eben „nur“ 23 bis 26. Sommerlich allemal, aber sorgenfreies Badewetter sieht trotzdem anders aus.

 

 

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