03.11.2026 - 15:52 Uhr

Angreifer von Belgrad saß wohl zuvor in München in U-Haft

Ein Wachbeamter wird vor der israelischen Botschaft in Belgrad angegriffen. Der mutmaßliche Angreifer war den Behörden in Deutschland bekannt - wegen des Verdachts auf Anschlagspläne in Bayern.

Ein in Belgrad bei einem Angriff auf einen Polizisten vor der israelischen Botschaft erschossener Verdächtiger soll zuvor in München einen Anschlag aufs jüdische Museum geplant haben. „Der Tatverdächtige soll den St.-Jakobs-Platz in München ausgespäht und versucht haben, sich Waffen zu besorgen, um einen Anschlag auf das dortige Jüdische Museum zu begehen“, teilte eine Sprecherin der Generalstaatsanwaltschaft München mit. Zuvor hatte die „Bild“-Zeitung berichtet. 

Eine offizielle Bestätigung zur Identität des erschossenen Angreifers seitens der serbischen Behörden stehe zwar noch aus. Mutmaßlich handle es sich aber um den damals 17-Jährigen, der zunächst bei seinem Vater in München lebte, am 22. Juni festgenommen worden war und zunächst in Untersuchungshaft saß, teilte die Behördensprecherin mit. Etwa einen Monat später sei der nicht vorbestrafte Verdächtige „im Einvernehmen mit der Generalstaatsanwaltschaft“ in sein Heimatland zu der dort lebenden Mutter abgeschoben worden. 

Ende Oktober soll der mutmaßlich minderjährige Serbe dann einen Polizisten vor der israelischen Botschaft in Belgrad mit zwei Messern angegriffen und dabei verletzt. Der Beamte, der das Botschaftsgebäude bewachte, habe den Angreifer mit seiner Dienstwaffe aus Notwehr erschossen, sagte Innenminister Ivica Dacic im staatlichen Fernsehen RTS. Den Angriff bezeichnete Dacic als Terrorakt. Der Angreifer sei den Behörden als Anhänger der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) bekannt gewesen. Der Vorfall werde weiter untersucht.

© dpa-infocom, dpa:261103-930-938401/1

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