Es ist Weihnachten - das Fest der Liebe und des Friedens. Beides haben wir dringend nötig. Hat uns das Jahr 2018 doch wieder einmal gezeigt, wie sehr die Welt aus den Fugen geraten und unsere Gesellschaft von Angst geprägt ist.
Denken wir an Straßburg. Dort schießt ein Attentäter auf einem Weihnachtsmarkt um sich. Kurz vor Weihnachten werden wir daran erinnert, dass der Terror allgegenwärtig ist. Da ist sie wieder, die Angst, dass so etwas auch bei uns passiert.
Denken wir an Chemnitz. Ende August gehen dort tausende Menschen gegen Ausländer auf die Straßen. Sie schüren (Fremden-)Hass, sie verbreiten Angst.
Denken wir an Tijuana in Mexiko. Tausende Flüchtlinge versuchen dort in die USA zu kommen. An der Grenze stoßen sie auf Widerstand. Die Bewohner der Grenzstädte sehen durch die Neuankömmlinge ihre Gesellschaft, ihre Gewohnheiten bedroht. Sie haben Angst vor Veränderung.
Aber was können wir dagegen tun? Wir könnten zum Beispiel versuchen, uns diesen Ängsten gegenüber dem Fremden zu stellen. Und dafür gibt es wohl keinen besseren Zeitpunkt als Weihnachten - das Fest der Liebe. Wir sollten in den kommenden Tagen versuchen, den Menschen um uns herum ein Lächeln zu schenken. Nicht nur der Familie - auch den Menschen auf der Straße oder im Bus. Vielleicht sogar ein Gespräch mit ihnen beginnen. Denn Nähe ist das beste Mittel gegen Misstrauen und Angst. Gehen wir auf das Fremde zu. Das ist vielleicht nicht einfach und erfordert Mut. Aber es ist einen Versuch wert.













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