Die Tat erschütterte viele Menschen: An einem schönen Sommerabend im vergangenen Juni soll eine 19-Jährige einen Jugendlichen in Mittelfranken mit einem Taschenmesser erstochen haben. Der 15-Jährige starb noch am Tatort. Nun beginnt am Landgericht in Ansbach der Prozess gegen die Heranwachsende.
Die Staatsanwaltschaft wirft der Deutschen heimtückischen Mord vor. Den Ermittlungen zufolge wartete die junge Frau aus Nürnberg mit Freunden an jenem Abend an einer Bushaltestelle nahe des Brombachsees. An der Haltestelle auf der anderen Straßenseite wartete ebenfalls eine Gruppe junger Leute, unter denen sich das spätere Opfer befand. Beide Seiten gerieten in Streit.
Gericht befragt Zeugen der Tat
Dabei soll die 19-Jährige den Jugendlichen rassistisch beleidigt haben. Dieser hatte die deutsche und brasilianische Staatsangehörigkeit. Aus Sicht der Ermittler war Rassismus dennoch nicht das Motiv für die Tat.
Schließlich soll die junge Frau über die Straße zu der anderen Gruppe gegangen sein. In ihrer Hand soll sie dabei verborgen ein Taschenmesser gehalten haben. Der Staatsanwaltschaft zufolge schlug sie dem 15-Jährigen erst mit der Faust ins Gesicht und rammte ihn dann das Messer in den Hals. Für den Jugendlichen kam jede Hilfe zu spät.
Die Öffentlichkeit ist nach Angaben eines Gerichtssprechers zu der Verhandlung zugelassen. Nach der Verlesung der Anklage habe die junge Frau die Gelegenheit, sich zu den Vorwürfen zu äußern. Für den Nachmittag hat die Jugendkammer mehrere Zeugen aus dem Bekanntenkreis der Angeklagten geladen, die bei der Tat anwesend waren.
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