Bayern
01.01.2019 - 14:16 Uhr

426 Einsätze in der Nacht

Eine Vielzahl unterschiedlicher Einsätze galt es für die oberfränkische Polizei in der Silvesternacht zu bewältigen. Obwohl die Oberfranken überwiegend friedlich in das neue Jahr feierten, hatten die Polizisten alle Hände voll zu tun.

Obwohl die Oberfranken überwiegend friedlich in das neue Jahr feierten, hatten die Polizisten alle Hände voll zu tun. Symbolbild: Boris Roessler/dpa
Obwohl die Oberfranken überwiegend friedlich in das neue Jahr feierten, hatten die Polizisten alle Hände voll zu tun.

Annähernd 100 zusätzliche Polizeikräfte sorgten zwischen 19 Uhr am Silvesterabend und 7 Uhr am Neujahrsmorgen in den oberfränkischen Dienstbereichen für sichtbare Präsenz und eine zügige Abarbeitung der rund 426 Einsätze. Die Beamten bewältigten schlichteten zahlreiche Streitigkeiten und bändigten betrunkene Randalierer. Dabei nahmen die Beamten laut Bilanz des Polizeipräsidiums Oberfranken unter anderem 48 Anzeigen wegen Körperverletzung auf.

Bereits am Montagnachmittag, gegen 15 Uhr, gerieten in Oberhaid (Kreis Bamberg) in einer Gaststätte ein 51-Jähriger und ein 25-Jähriger in einen handfesten Streit. In dessen Verlauf schlug der 25-Jährige seinem Kontrahenten mit der Faust ins Gesicht, welcher dadurch eine erhebliche Augenverletzung davontrug. Die Kriminalpolizei Bamberg hat die Ermittlungen wegen einer schweren Körperverletzung aufgenommen.

Bei einem Einsatz kurz nach Mitternacht in der Bamberger Straße „Fabrikbau“ ermitteln Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft Bamberg wegen Bedrohung und Sachbeschädigung. Eine Frau verließ im "psychischen Ausnahmezustand" nach einem Streit mit ihrer Familie die Wohnung. Sie nahm ein Messer mit. Im Treppenhaus beschädigte sie mehrere Wohnungstüren und traf auf eine 28-jährige Amerikanerin. Hierbei fuchtelte sie unkontrolliert mit dem zirka 30 Zentimeter langen Messer. Auf der Straße griff die 39-jährige Deutsche dann unvermittelt einen 29-Jährigen an. Sie kratze ihn mit ihren Fingernägeln am Hals. Der Mann erlitt leichte Verletzungen. Polizisten konnten die Frau in Tatortnähe festnehmen, sie befindet sich derzeit in ärztlicher Behandlung.

Schwere Verletzungen durch Feuerwerkskörper

Am Neujahrsmorgen, gegen 1 Uhr, warf ein 26-Jähriger in Oberhaid (Kreis Bamberg) einen sogenannten Pfennigkracher. Dieser landete auf der Hose seines Bekannten und entzündete mehrere Kartuschen Leuchtspurmunition, die der 23-jährige Mann in seiner Hosentasche hatte. Die Munition explodierte und der 23-Jährige erlitt schwere Verbrennungen an seiner Hand und an seinem Oberschenkel. Der Mann musste zur ärztlichen Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden.

Ebenfalls durch Feuerwerkskörper erlitt ein 19-Jähriger im Landkreis Coburg eine schwere Augenverletzung als eine Rakete von einem Baum abprallte und in unmittelbarer Nähe des jungen Mannes explodierte.

Bei 21 gemeldeten Ruhestörungen konnten die oberfränkischen Beamten in der Regel rasch Abhilfe schaffen. Darüber hinaus wurden in der Silvesternacht rund 15 Sachbeschädigungen angezeigt, bei denen ein Gesamtschaden von knapp 60.000 Euro entstand.

Brände vermutlich durch Pyrotechnik

Der größte Schaden durch einen Brand entstand am Dienstagmorgen, gegen 8 Uhr, in Eckersdorf (Kreis Bayreuth) als ein Holzunterstand mit eingelagerten Kaminholz in Brand geriet. Das Feuer griff auf das angrenzende Haus über und beschädigte die Dämmung sowie die Fassade. Laut einer ersten Schätzung entstand ein Schaden von rund 25.000 Euro. Bei dem Brand waren rund 40 Kräfte der umliegenden Feuerwehren im Einsatz. Die Kriminalpolizei Bayreuth hat hier die Ermittlungen übernommen.

Direkt nach Mitternacht stand eine Garage in Neuhof (Stadt Hof) in Brand. Hier drohten die Flammen auf das angrenzende Wohnhaus überzugreifen. Dies konnte jedoch durch die Feuerwehr verhindert werden. Durch den Brand entstand ein Schaden von zirka 20.000 Euro. In beiden Fällen gehen die Beamten davon aus, dass die Brände durch Feuerwerksköper entstanden.

Die Beamten nahmen auch Unfälle auf: Ein Leichtverletzter und ein Schaden von insgesamt 44.000 Euro sind die Bilanz bei elf Verkehrsunfällen in der Silvesternacht.

 
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