Bayern
22.12.2020 - 16:49 Uhr

Anti-Donaulied-Aktivisten mit neuen Plänen für 2021

Eine Initiative aus Passau macht sich seit dem Frühjahr gegen das Spielen des Donauliedes in Bierzelten stark. Auch im kommenden Jahr wollten sie ihr Engagement fortsetzen, teilte Sprecherin Corinna Schütz mit.

Ein Notenblatt mit dem Liedtext einer Version des Donauliedes wird am Donauufer gehalten. Bild: Armin Weigel/dpa
Ein Notenblatt mit dem Liedtext einer Version des Donauliedes wird am Donauufer gehalten.

Mit einer Online-Petition gegen das Spielen des Donauliedes in Bierzelten hatte eine Initiative aus Passau, die zunächst vor allem aus Studenten bestand, mehr als 36 000 Unterstützer in ganz Deutschland gefunden. Jüngst hätten sie eine Förderungszusage durch das EU-Solidaritätskorps erhalten und seien somit als europäisches Solidaritätsprojekt anerkannt worden, wie Sprecherin Corinna Schütz berichtet.

Was die Gruppe am Donaulied stört, ist die nach ihrer Ansicht ebenso offensichtliche wie verharmlosende Darstellung der Vergewaltigung eines Mädchens. In einer weit verbreiteten Version des Liedes heißt es: „Ich machte mich über die Schlafende her, Ohohoholalala, sie hörte das Rauschen der Donau nicht mehr, Ohohoholalala“ oder „Mein Mädchen, mein Mädchen, was regst du dich auf, Ohohoholalala, für mich war es schön und für dich sicher auch, Ohohoholalala“.

Im kommenden Jahr soll die Petition im bayerischen Landtag diskutiert werden, erklärte Schütz. Passaus Oberbürgermeister Jürgen Dupper (SPD) hatte schon im Sommer zugesagt, das Anliegen zu unterstützen. Die Stadt Montabaur im Westerwald untersagte das Spielen des Liedes in Bierzelten kurzerhand. Politiker unterschiedlichster Parteien äußerten Zustimmung zu der Petition. Die Initiative hofft, dass im kommenden Jahr auch die Gründung eines gemeinnützigen Vereins abgeschlossen werden kann.

Bayern29.05.2020
 
Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:
Zum Fortsetzen bitte

Sie sind bereits eingeloggt.

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.