05.05.2021 - 18:52 Uhr
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Der Ausbau stockt überall in Deutschland - nicht nur, wo 10H gilt

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Viel Wind um wenig Energiesicherheit: Wolfgang Würth kommentiert den Stand der Windenergie und fordert: 10 H muss bleiben.

Einer Legende zufolge soll Horst Seehofer auf die 10-H-Regelung gekommen sein, als er mit seinem Dienstwagen an einer Gruppe Windkraftgegner vorbeifuhr, seinen Chauffeur halten ließ und mit den Demonstranten diskutierte. Im Bild: Eine Gegnerin des Ausbaus der Windenergie in Bayern demonstriert am 15. Februar 2014 vor Beginn des kleinen Parteitages der CSU in Bamberg (Bayern) mit einem Schild mit der Aufschrift "Ja zu 10 H - Horst halt Wort - ohne Ausnahme ! Nein zum Windpark Brunn!!!".
von Wolfgang Würth Kontakt Profil
Kommentar

Bei der Windkraft läuft seit Jahren nur eine Sache rund: die Eigenwerbung. Mit guter PR ist es der Industrie gelungen, sich als grüne Alternative darzustellen, als Gegenentwurf zu den Stromkonzernen. Ein zweiter Blick reicht für ernste Zweifel.

CO2-Emissionen sanken ohne Windkraft

Obwohl die Windkraft in Deutschland seit Jahren massiv ausgebaut wurde, ging der CO2-Ausstoß lange nicht zurück. Dafür war dann schon eine Pandemie nötig. Andere Länder in der EU sind da viel erfolgreicher – obwohl oder weil sie dem selbst ernannten Energiewende-Vorbild Deutschland nicht gefolgt sind: Die CO2-Emissionen sanken ohne Windkraft. Das hat mit fehlenden Speichern für den flatterhaften Windstrom zu tun, die zwar geradezu herbeigebetet werden, aber noch lange nicht bereit stehen.

Auch das hemdsärmlige Image ist lediglich PR. Die Anlagen kosten Millionen, fast immer stehen Investoren dahinter, die Gewinn machen wollen und nichts auf Natur und Anwohner geben. Der Ausbau stockt deshalb längst nicht nur, wo 10H gilt, sondern überall in Deutschland. Die Menschen merken, dass Windkraft mehr Missgunst und weniger Lebensqualität ins Dorf bringt. Das Geld fließt anderswohin. Davor schützt 10H. Die Regel muss bleiben.

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