Bayern
11.01.2023 - 12:28 Uhr

Betrüger zocken über WhatsApp und durch Schockanrufe ab

Die Polizei ermittelt in drei Fällen, in denen Betrüger ältere Menschen abgezockt haben. In mehreren Fällen kam es zu Anrufen. Meist ohne Erfolg.

Mehrere Betrugsfälle in Oberfranken. Symbolbild: Friso Gentsch/dpa
Mehrere Betrugsfälle in Oberfranken.

In rund 24 Fällen haben sich besorgte Bürger am Dienstag an die oberfränkische Polizei gewendet. Sie erhielten davor verdächtige Anrufe, die auf Betrüger hinwiesen. Besonders betroffen waren die Regionen Bamberg, Bayreuth und Hof. Nach Angaben der Polizei gelang es den Anrufern nur in zwei Fällen, Geld zu ergaunern. Eine weitere Betrugsmasche seien derzeit auffällige WhatsApp-Nachrichten, auf welche die Polizei aufmerksam macht.

Eine 74-Jährige Frau ist Opfer der Abzocker

Ein Opfer ist eine 74-jährige Frau aus Selb. Sie übergab dem Täter am Dienstagmittag, zwischen 11.40 Uhr und 12.30 Uhr, Wertgegenstände im mittleren fünfstelligen Eurobereich. Sie wollte dadurch ihre Tochter vor dem Gefängnis bewahren. Die Gegenstände übergab sie dem Abholer in einem orange-weiß-blauen Karton, auf welchem ein Föhn abgebildet war. Der kräftige, männliche Abholer mit dunkelbraunen, kurzen Haaren trug eine Jeans und einen blauen Anorak. Er war ungefähr 170 bis 175 Zentimeter groß. Die Polizei Hof bittet um Hinweise.

Eine 88-Jährige ist ebenfalls Opfer nach einem Schockanruf

Ein 88-jähriger Rentnerin aus Bamberg hat einer unbekannten Frau am Dienstagabend gegen 18.30 Uhr in der Jungkreutstraße Geld gegeben. Im Vorfeld erreichte sie ein schockierender Anruf. Nach Angaben der Polizei erzählte der Anrufer, dass eine ihr nahestehende Person einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht habe. Diese hätte daraufhin eine Kaution zahlen müssen. Die Seniorin übergab das Geld in einem kleinen, roten Lederrucksack an eine 160 Zentimeter große, schlanke Frau. Sie habe gebrochen deutsch gesprochen und trug einen weißen Strickmantel. Die Polizei Bamberg ermittelt in diesem Fall und bittet um Hinweise.

67-Jähriger fällt auf WhatsApp-Nachrichten rein

Ein 67-Jähriger aus Selb bekam über WhatsApp auffällige Nachrichten. Ein Unbekannter gab sich als Sohn aus. Dieser befand sich in Geldnot und bat seinen Vater um mehr als 4000 Euro. Der 67-Jährige überwies den Betrag. In diesem Zusammenhang warnt die Polizei vor der Betrugsmasche durch WhatsApp-Nachrichten. Falls man auffällige Nachrichten erhalten sollte, bittet die Polizei die Chatverläufe nicht zu löschen, da diese auf die Täter hinweisen könnten.

 
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