Bayern
02.03.2020 - 19:39 Uhr

BMW ruft 86 500 Autos wegen Airbag-Problemen zurück

Schuld sind fehlerhafte Airbags des Herstellers Takata aus Japan: 5er- und 3er-Modelle in die Werkstätten. Die defekten Airbags werden mit zahlreichen Verletzungen und Dutzenden Todesfällen in Verbindung gebracht.

BMW ruft Autos in die Werkstatt. Symbolbild: Sebastian Gollnow/dpa
BMW ruft Autos in die Werkstatt.

Wegen fehlerhafter Airbags des japanischen Herstellers Takata ruft der Münchner Autobauer BMW 86 500 in Deutschland zugelassene Autos in die Werkstätten. Es handele sich um eine Erweiterung eines Anfang 2016 gestarteten Rückrufs, sagte eine BMW-Sprecherin am Montag. Zuvor hatte das Portal „kfz-betrieb.vogel.de“ darüber berichtet.

Konkret gehe es um 78 700 5er BMW (Baujahr 2002 bis 2004, Modell E39) und 7800 3er BMW (Baujahr 2002 bis 2006, Modell E46), sagte die Sprecherin. Die Besitzer seien bei bisherigen Rückruf-Aktionen in Zusammenhang mit Takata-Airbags noch nicht angeschrieben worden.

Seit Jahren bereiten defekte Airbags von Takata Autobauern Probleme. Zu stark auslösende Luftkissen, die Teile der Metallverkleidung durch das Fahrzeug schleudern, werden mit zahlreichen Verletzungen und Dutzenden Todesfällen in Verbindung gebracht. Takata hat in den USA ein Schuldgeständnis wegen Herstellerfehlern abgegeben und eine Milliardenstrafe akzeptiert. Das Airbag-Debakel trieb das Unternehmen 2017 in die Insolvenz.

 
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