26.01.2021 - 13:24 Uhr
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Corona-Mutationen bereiten Sorgen - keine Lockerungen

Das bayerische Kabinett hat über die Folgen der Corona-Pandemie diskutiert. Ministerpräsident Söder kündigte eine Fortsetzung der Strategie an. Vorzeitige Erleichterungen sind nicht in Sicht, für manche Eltern gibt es Entlastungen.

Markus Söder.
von Alexander Unger Kontakt Profil

Das bayerische Kabinett hat am heutigen Dienstagvormittag über die Corona-Pandemie, Virus-Mutationen und die Konsequenzen beraten. Zugeschalten waren per Video mehrere Experten, darunter der Münchner Infektiologe Clemens Wendtner. Im Zentrum steht derzeit unter anderem die Sorge vor einer Ausbreitung der britischen Mutation des Coronavirus, die inzwischen als deutlich ansteckender gilt.

Markus Söder betonte nach der Sitzung die positive Entwicklung der Zahlen in Bayern. Die Strategie sei richtig, aber die Inzidenz-Zahl 50 noch nicht erreicht. Eine klare Linie sei für das weitere Vorgehen wichtig. Mit einem vorsichtigem Erwartungsmanagement wolle man die nächste Zeit angehen. Es sei nicht die Zeit für Lockerungen.

Corona in Zahlen

Weiden in der Oberpfalz

"Die Alarmlampen sind an", betonte Söder im Hinblick auf Virus-Mutationen. Fakt sei, es gebe keinen Anlass zur Panik, aber zu hoher Sorgfalt. Wenn sich eine Mutation durchsetzen wird, gebe es keinen Spielraum für Erleichterungen, dann sei eine Null-Covid-Strategie die Wahl.

Die Maßnahmen werden fortgesetzt bis Mitte Februar. Söder: "Wir sind auf einem guten Weg - aber nicht verstolpern. Wenn die Zahlen gut sind, besteht viel Hoffnung. Wir dürfen nicht nachlassen, es nicht nicht vorbei."

Entlastungen für Kitas und Eltern

Söder kündigte an FFP2-Masken für Bedienstete in Kitas zur Verfügung zu stellen. Sozialministerin Carolina Trautner kündigte an: Eltern, die Kinder nicht in Notbetreuung gegeben haben, werden für Januar und Februar von Beiträgen befreit. Den Trägern der Kitas werden die entsprechenden Beiträge pauschal ersetzt.

Licht und Schatten an der Corona-Front

"Das Impfen entwickelt sich zu einem Problem", so Söder zur aktuellen Lage. "Es führt zu Verdruss, wenn in anderen Ländern die Enkel geimpft werden, während bei uns die Großeltern auf die Impfung warten." Gesundheitsminister Klaus Holetschek ging auf Corona-Mutationen und die Konsequenzen für die Corona-Maßnahmen ein und zog eine kleine Impfbilanz. Ein Jahr Corona, ein Monat Impfen, 351000 geimpft. Holotschek findet, das sei ein gutes Ergebnis "aber wir könnten mehr, wenn mehr Impfstoff da ist. Wir verspielen da Vertrauen".

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