Bayern
04.11.2020 - 22:15 Uhr

Ende des 3-Stufen-Plans? Gesundheitsämter sollen über Vorgehen an Schulen entscheiden

Nach dem Schulgipfel der Bayerischen Staatsregierung sollen künftig die Gesundheitsämter über Schulschließungen und Co. entscheiden. Die Infektionszahlen scheinen den 3-Stufen-Plan zu überholen.

Die hohen Inzidenzwerte scheinen den 3-Stufen-Plan an Schulen zu überholen: Nun sollen die Gesundheitsämter die Lage jeweils vor Ort beurteilen. Bild: Daniel Bockwoldt/dpa
Die hohen Inzidenzwerte scheinen den 3-Stufen-Plan an Schulen zu überholen: Nun sollen die Gesundheitsämter die Lage jeweils vor Ort beurteilen.

Statt starrer Inzidenzwerte entscheiden künftig die örtlichen Gesundheitsämter über Distanzunterricht oder Schulschließungen während der Corona-Pandemie in Bayern. Der eigentlich geltende Stufenplan, der schon seit Wochen immer stärker aufgeweicht wurde, um den Unterricht in den Schulen trotz hoher Infektionszahlen zu ermöglichen, wird mehr oder weniger offiziell ad acta gelegt. Dies berichteten übereinstimmend mehrere Teilnehmer des Schulgipfels, zu dem die Staatskanzlei am Mittwochnachmittag eingeladen hatte.

Gesundheitsämter sollen nach einheitlicher Linie entscheiden

Bislang galten bei mehr als 35 beziehungsweise 50 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner binnen einer Woche offiziell noch klare Vorgaben bezüglich Maskenpflicht, Mindestabstand und dem daraus folgenden Wechsel in den Distanzunterricht, von denen nur unter bestimmten Bedingungen Abstand genommen werden sollte. Doch nachdem die Werte in weiten Teilen Bayerns inzwischen weit über 100 liegen, sollen nun die Gesundheitsämter vor Ort nach einer einheitlichen, aber an die örtlichen Gegebenheiten angepassten Linie entscheiden, wie in der jeweilige Infektionslage vorzugehen ist.

Kein normales Schuljahr

Breiter Konsens in der Runde war nach Teilnehmerangaben, dass dies kein normales Schuljahr sein könne und der Lehrplan entsprechend angepasst werden müsse. Auch müsse der Leistungsdruck durch Notenerhebungen abgefedert werden.

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