04.05.2021 - 14:02 Uhr
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Gleichstellung von Genesenen, Geimpften und Getesteten: Das gilt

Bayern lockert die Regeln im Kampf gegen das Coronavirus. Ein Schritt dabei: Für Genesene und Geimpfte gelten künftig weniger strenge Kontaktregeln. Aber wie wird definiert, wer in diese Gruppen fällt?

Für Genesene und Geimpfte werden nun die Kontaktbeschränkungen gelockert.
von Eva-Maria Hinterberger Kontakt Profil

In Bayern werden doppelt gegen Corona geimpfte und genesene Personen künftig denen gleichgestellt, die negativ gegen das Coronavirus getestet wurden. Gleichzeitig gelten für Genesene und Geimpfte künftig weniger strenge Kontaktbeschränkungen. Das gab Ministerpräsident Markus Söder am Dienstag in einer Pressekonferenz nach der Kabinettssitzung bekannt.

Gesundheitsminister Klaus Holetschek definierte anschließend diese Aussage noch etwas genauer: "Doppelt geimpft und 15 Tage danach oder genesen innerhalb von sechs Monaten oder genesen, sechs Monate und eine Impfung – das ist der Dreiklang, in dem jetzt alles gleich gestellt wird", sagte er in der Pressekonferenz. Diese Gruppen sollen bei den von Söder angesprochenen Lockerungen künftig mit Menschen, die negativ gegen das Coronavirus getestet wurden, gleichgestellt werden.

Zum Nachweis einer Corona-Erkrankung gibt es, laut Holetschek, mehrere Möglichkeiten: "Der positive PCR-Test plus 28 Tage plus auf die sechs Monate oder auch ein Zeugnis des Gesundheitsamtes über die Anordnung der Isolation und ein negativer Test." Da gebe es mehrere Möglichkeiten. Für Geimpfte sei natürlich der Impfpass ein Nachweis.

 

Mehr Informationen zu den Lockerungen in Bayern in den kommenden Tagen

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Kommentare

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Martin Pfeifer

Sicherlich ist es an der Zeit, das eine vollständig durchlaufene Impfung zu Erleichterungen führt. Von daher ist für diese Gruppe die Gleichstellung mit negativ getesten Personen nur zu begrüßen.

Mir nicht verständlich ist aber, warum Genesene - für mein Verständnis relativ großzügig - in diese Regelung einbezogen werden. Mir ist schon klar, das sich nicht jeder an Corona-Erkrankte bewusst die Infektion zugezogen, manchmal war mam halt einfach zur falschen Zeit am falschen Ort.

Im Sommer 2020 gab es bereits Überlegungen, Genesene von einigen Beschränkungen zu befreien. Man hat es damals nicht gemacht. Zum einen wollte man nicht, das sich gerade Jugendliche, mit oftmals asympthomatischen Verläufen, bewusst infizieren, um diese "Privilegien" zu bekommen. Damals wurde argumentiert, das gerade unbemerkt Infizierte die Infektion weitergeben, ohne es zu merken. Das gilt auch heute noch, durch die Virus-Varianten sind mittlerweile ganz andere Gruppen besonders gefährdet. Nämliche viele ältere Arbeitnehmer, die täglich am Band stehen und nicht ins HomeOffice können.

Damals wurde auch argumentiert, das es noch keine Erkenntnisse über die Zeitspanne gibt, in der der Körper Antikörper gegen das Corona-Virus hat. Gerade bei Verläufen mit schwachen Sympthomen dürften das deutlich weniger sein, als nach einer vollständig durchlaufenen Impfung.

Es drängt sich ein weiterer Vergleich auf: was ist mit Personen, die nur einmal geimpft wurden. Bereits 2 bis 3 Wochen nach der ersten Impfung haben diese Personen ein guten Schutz gegen schwere Krankheitsverläufe. Wie Genesene. Die zweite Impfung dient nach meinem Kenntnisstand vor allem als Booster und soll die Bildung der Immun-Gedächtniszellen anregen.

Mir erscheint es, das diese Regelung nicht ganz zu Ende gedacht ist. Wie so vieles rund um Corona in letzter Zeit.

Vielleicht können Sie in einem weiteren Beitrag erklären, warum genese Corona-Erkrankte einem zweifach geimpften gleichgestellt sind, nicht aber (nur einmal) geimpfte Personen.

04.05.2021