Bayern
03.02.2020 - 08:01 Uhr

Immer weniger Apotheken in Bayern

In Bayern gibt es immer weniger Apotheken. Als einen Grund dafür nennt der Bayerische Apothekerverband die Gesetzesänderungen der vergangenen Jahre.

Ein Apothekenschild hängt an einem geschmiedeten Ausleger. Foto: David-Wolfgang Ebener/dpa/Archivbild Bild: David-Wolfgang Ebener
Ein Apothekenschild hängt an einem geschmiedeten Ausleger. Foto: David-Wolfgang Ebener/dpa/Archivbild

Die Zahl der Apotheken in Bayern ist im vergangenen Jahrzehnt spürbar gesunken. Nach Daten des Bayerischen Apothekerverbandes (BAV) gab es Anfang 2009 mit 3447 Apotheken einen Höchststand. Danach ist die Zahl von Jahr zu Jahr immer weiter geschrumpft, auf zuletzt 3073. Das bedeutet eine Abnahme um 10,8 Prozent. Auch auf Bundesebene ist die Zahl der Apotheken etwa im gleichen Tempo gesunken.

Ein Grund für den Rückgang liege in Gesetzesänderungen der vergangenen Jahre, die zum Teil massive finanzielle Einbußen für viele Apotheken mit sich gebracht hätten, erklärte ein BAV-Sprecher. Es werde für viele Inhaber immer schwieriger, Nachfolger zu finden. Auch beim pharmazeutischen Fachpersonal gebe es immer größere Nachwuchsprobleme. Viele Apotheker hätten zudem Sorge, dass die Konkurrenz durch ausländische Versandapotheken immer schärfer werde. Die Apothekerverbände fordern deshalb von der Bundesregierung Gegenmaßnahmen.

Deutschland liegt nach Berechnungen des Apotheker-Dachverbandes ABDA bei der Apothekendichte mit 23 Apotheken je 100 000 Einwohner im Vergleich zu anderen Ländern der Europäischen Union im unteren Mittelfeld. In Griechenland liegt die Apothekendichte danach mit 88 Apotheken je 100 000 Einwohner deutlich höher. Dänemark kommt mit acht Apotheken je 100 000 Einwohner auf eine wesentlich geringere Apothekendichte als Deutschland, ebenso wie die Niederlande mit zwölf Apotheken je 100 000 Einwohner.

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