15.07.2020 - 20:55 Uhr
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Kommentar: Laschi und der wilde Söder

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Polit-Show vor Märchenkulisse: Jürgen Herda kommentiert die Inszenierung des Kanzlerinnenbesuchs und die Chancen Markus Söders, Nachfolger Angela Merkels zu werden.

Beobachter erinnert die Inszemierung an eine königliche Zeremonie: Markus Söder (CSU) in seiner Verkleidung als Ludwig II. bei der Verleihung des Ordens wider den tierischen Ernst.
von Jürgen Herda Kontakt Profil
Kommentar

Was die politische Sphinx in München wirklich will, bleibt spekulativ: Ließ Markus Söder das Spektakel in Herrenchiemsee wie Michael Bully Herbigs "Lissi und der wilde Kaiser" inszenieren, um sich als bayerischer König feiern zu lassen oder als Kanzlerkandidat in Stellung zu bringen?

Fränkischer Corona-Krisenmanager

Söder ist gewieft genug, um alle Felder simultan zu beackern: Dass der fränkische Corona-Krisenmanager der erste bayerische Kandidat ist, dem eine Mehrheit Kanzler zutraut, ist ihm nicht entgangen. Seine Kurskorrektur hin zum umweltbewussten Landesherrn kommt an.

Dass sein Platz in Bayern sei, muss er sagen. Ansonsten droht ihm ein Waterloo wie Stoibers Blamage, als der den Superminister hinschmiss, und ihn in Bayern keiner mehr wollte.

Wenn die Stimmung kippt

Solange der Ministerpräsident als Top 2 nach Merkel taktiert, bleibt er im Kandidatenschach ein Schwergewicht: Laschi und der wilde Söder.

Auch wenn ihm die Konkurrenten um die fast sichere Unions-Kanzlerschaft kaum den Vortritt lassen: Für den Verzicht kann er einen hohen Preis fordern. Und der ist viel Wert, falls die Wirtschaft ins Corona-Taumeln gerät und die Stimmung kippt.

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Tho mas

Game of Thrones lässt grüßen. Söder, the mad king. Merz als Stannis Baratheon, Gauland als Walder Frey. Von Storch als Lysa Arryn, Höcke als Ramsay Bolton, Merkel als Olenna Tyrell und Baerbock gibt Daenerys Targaryen. Nur einen Jon Snow kann ich in der deutschen Politik nicht entdecken.

16.07.2020