Bayern
03.03.2020 - 16:04 Uhr

Luchsbestand: Bund Naturschutz will gezielte Freilassungen

Auch wenn es in Bayern immer mehr Luchse gibt: Die Tiere sind weiterhin gefährdet. Der Bund Naturschutz will deswegen gezielt Tiere freilassen. Dafür geeignet sei auch die Oberpfalz.

Eine Luchsmutter im Wildpark Mehlmeisel mit einem ihrer Jungen. Archivbild: Nicolas Armer/dpa
Eine Luchsmutter im Wildpark Mehlmeisel mit einem ihrer Jungen.

Mit gezielten Freilassungen von Luchsen will der Bund Naturschutz in Bayern (BN) dafür sorgen, dass die Tiere sich weiter vermehren und bisherige Teilpopulationen vernetzt werden. „Dem Luchs muss aktiv geholfen werden“, sagte der BN-Vorsitzende Richard Mergner am Dienstag.

Obwohl Zahlen des Landesamts für Umwelt vom Montag zeigen, dass der Luchsbestand in Bayern von Mai 2018 bis April 2019 auf 60 selbstständige Luchse und 26 Jungtiere leicht zugenommen hat, sind die Tiere laut BN weiterhin hochgradig gefährdet. Problematisch sei, dass sich der Bestand in Deutschland auf drei weitgehend isolierte Teilpopulationen - im Bayerischen Wald, im Harz und im Pfälzerwald - aufteile. Aufgrund der Distanzen vermischten sich die Populationen kaum, die Folge seien unter anderem genetische Probleme.

Um die bisherigen Populationen zu verbinden, sollen laut BN neue Tiere in Lebensräumen entlang möglicher Achsen freigelassen werden: „Die in Bayern noch unbesiedelten geeigneten Luchslebensräume in bayerischen Mittelgebirgen (Spessart, Rhön, Frankenwald, Oberpfälzer Wald mit Steinwald, Fichtelgebirge) wären als Trittsteine beziehungsweise Achse zur Verbindung der beiden Bestände im Harz und im Bayerischen Wald hervorragend geeignet“, betonte der Umweltverband.

Friedenfels13.02.2020
BildergalerieOnetzPlus
Flossenbürg31.01.2020

Meldung des Landesamt für Umwelt zu Luchszahlen

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