22.07.2021 - 12:10 Uhr
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Polizist schiebt Rollstuhlfahrer bis zum Nachbarort

Die Polizei hat einen Rollstuhlfahrer auf einer Kreisstraße sicherheitshalber bis in den nächsten Ort geschoben, damit es zu keinem Unfall kommt.

Die Polizei in Unterfranken hat einen Rollstuhlfahrer auf einer Kreisstraße sicherheitshalber bis in den nächsten Ort geschoben, damit es zu keinem Unfall kommt.
von Agentur DPAProfil

Er wollte einen Bekannten besuchen, hatte aber wohl die Wegstrecke und die Hitze unterschätzt: Die Polizei in Unterfranken hat am Mittwoch einen Rollstuhlfahrer auf einer Kreisstraße sicherheitshalber bis in den nächsten Ort geschoben, damit es zu keinem Unfall kommt. Der Mann sei im Rollstuhl sitzend und etwas hilflos wirkend von Autofahrern auf der Straße bei Amorbach (Landkreis Miltenberg) gesehen worden, berichtete ein Polizeisprecher am Donnerstag.

Der herbeigerufenen Streife habe der Mann erzählt, er wolle einen Freund im Nachbarort besuchen. Es sei zwar nicht verboten, mit dem Rollstuhl auf einer Kreisstraße zu fahren, aber doch ziemlich wagemutig, meinte der Sprecher. Die Streife habe sich dann für die schnellste und sicherste Lösung entschieden: Ein Beamter schob den Mann den restlichen Kilometer bei sommerlichen Temperaturen. Der zweite Beamte eskortierte die beiden mit dem Streifenwagen bis ans Ziel.

Auf Facebook veröffentlichte das Polizeipräsidium Unterfranken ein Foto des Einsatzes.

© dpa-infocom, dpa:210722-99-476990/2

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Kommentare

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Tanja Härtl

Auch hier wieder ein gutes Beispiel, dass die Bezeichnung "Freund und Helfer" immer noch zutrifft. Finde ich toll! Und auch, dass die Autofahrer die Polizei informiert haben, statt einfach weiterzufahren und den Rollstuhlfahrer seinem Schicksal zu überlassen. Das lässt hoffen.

22.07.2021