07.01.2021 - 13:25 Uhr
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Schulen: Bayern verschiebt Prüfungen

Auch in den kommenden Wochen wird es in Bayern keinen Präsenzunterricht an den Schulen geben. Kultusminister Piazolo hat nun bekanntgegeben, was das für Konsequenzen für das restliche Schuljahr haben wird.

Die Faschingsferien fallen heuer flach und die Schulen in Bayern bis einschließlich 29. Januar geschlossen.
von Eva-Maria Hinterberger Kontakt Profil

Die Schulen in Bayern bleiben bis einschließlich 29. Januar geschlossen. Das betonte Kultusminister Michael Piazolo noch einmal in einer Pressekonferenz am Donnerstag. Dies gelte für alle Schularten und Jahrgangsstufen. Es wird stattdessen einen verpflichtenden Distanzunterricht geben. Auch wird anstatt der Faschingsferien eine weitere Schulwoche angesetzt.

Aus diesen Entscheidungen ergeben sich nun Konsequenzen, wie Piazolo betont. Ziel sei es, die hohe Qualität des bayerischen Unterrichts zu erhalten. Deswegen folgende Maßnahmen:

  • Die Schulaufgaben in den Klassen 5 bis 10 werden reduziert, um die Ballung der Leistungsnachweise zu vermeiden.
  • In allen Schularten werden die Abschlussprüfungen zeitlich verschoben. Details sollen mit den jeweiligen Verbänden abgesprochen werden.
  • Der Termin für die Zwischenzeugnisse wird vom 12. Februar auf den 5. März verschoben.
  • In den 4. Klassen der Grundschule wird die Zahl der Proben für den Übertritt reduziert. Der Termin für das Übertrittszeugnis wird um knapp eine Woche nach hinten gerückt.
  • Auch die Aufgaben für den Probeunterricht in Übertrittsverfahren werden angepasst.
  • Zudem sollen sich Schüler aus den Abschlussklassen darauf verlassen können, dass nicht Prüfungs-relevante Themen auch wirklich nicht abgefragt werden.

Wegen der negativen Erfahrungen mit der Lernplattform Mebis setzt Piazolo zudem künftig auf ein breiter angelegtes Instrumentarium für den Distanzunterricht der Schulen, meldet die Deutsche Presse-Agentur. Mebis habe seine Stärken, erklärte Piazolo am Donnerstag in München. Aber: "Mebis ist weiß Gott nicht das Wichtigste." Der Distanzunterricht sei nicht auf ein Werkzeug konzentriert, sagte der Minister. Ohnehin hätten in der Vergangenheit nur 15 Prozent der Schüler pro Tag Mebis genutzt, hauptsächlich Realschüler und Gymnasiasten.

Es müsse ein großer Fundus an Lerninstrumenten genutzt werden, vom Schulbuch, über das Telefon bis zu Messengerdiensten und Videoangeboten wie Microsoft Teams. Viele Schulen und Kommunen hätten auch bereits eigene Möglichkeiten und Konzepte geschaffen, bis hin zu Cloud-Lösungen. "Es gibt niemals nur einen Weg, um ein Lernziel zu erreichen", sagte Piazolo.

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