02.08.2021 - 15:22 Uhr
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Viechtacher Polizei verfolgt einen zum Wasserfahrzeug umgebauten Citroën

Die Viechtacher Polizei verfolgt einen zum Wasserfahrzeug umgebauten Citroën auf dem Schwarzen Regen. Das Amphibiengefährt war ohne Genehmigung unterwegs.

Das selbst gebaute Amphibienfahrzeug gehört einer Familie aus den Niederlanden.
von Redaktion ONETZProfil

Von Thomas Hobelsberger

Ein Auto im Fluss – was sich erst nach einem tragischen Unglück anhört, war tatsächlich ein kurioser Polizeieinsatz, der dem bayerischen Fernsehkrimiduo „Hubert und Staller“ alle Ehre gemacht hätte.

„Tatort“ am Freitag war der Fluss Schwarzer Regen bei Viechtach, Kreis Regen. Üblicherweise schippern hier hauptsächlich Kanus den idyllischen Flussabschnitt bis zum Höllensteinsee hinab – und kein silberner, mittels Schwimmverbreiterungen, Elektro- sowie Benzinmotor zum Amphibienfahrzeug umgebauter Citroën älteren Baujahres.

Boot der Polizei geht der Saft aus

Motorbetriebene Wasserfahrzeuge gleich welcher Art sind hier ohne Genehmigung nicht erlaubt. Nur: Mit Polizeibooten sind die Beamten der Bayerwaldkleinstadt Viechtach nicht ausgestattet.

Kurzerhand lieh sich die Streife ein kleines Boot mit (zugelassenem) Elektromotor von einem Privatmann aus und nahm die Verfolgung auf dem Fluss auf. Kurz bevor die zwei Beamten das Amphibienfahrzeug erreichten, ging dem Elektroboot dann aber der Saft aus. Eine weitere Privatperson kam den Beamten mit ihrem Ruderboot zu Hilfe und die Polizisten setzten, nun mit Muskelkraft, zum Amphibienfahrzeug über.

Niederländer mit Familie

Dieses gehörte einem 54-jährigen Niederländer, zusammen mit seiner Frau und den vier Kindern im Bayerischen Wald unterwegs. Der Citroënfahrer wurde darüber belehrt, dass die Benutzung eines motorbetrieben Bootes auf dem Fluss für Privatpersonen nicht erlaubt ist die Polizisten und forderten ihn auf, wieder auf Land zu wechseln – was dieser auch sofort machte. Die Polizei ermittelt nun wegen mehrerer Verstöße nach dem Wasser- und Schifffahrtsrecht hat die Staatsanwaltschaft und das Landratsamt Regen informiert.

Zurück ging es für die Beamten dann bequem mit einem Boot der Viechtacher Wasserwacht – das Elektroboot mit der leeren Batterie im Schlepptau.

Europas größtes Treffen von Amphibienfahrzeugen

Für die niederländische Familie war der Ausflug auf dem Schwarzen Regen übrigens wohl eher eine kleine Probefahrt. Am Sonntag machte Europas größtes Treffen von Amphibienfahrzeugen, die Amphib 2021, Station in Vilshofen und auch der Amphibien-Citroën stürzte sich am Donaustrand mit in die Fluten. In den nächsten Tagen geht es dann weiter nach Oberösterreich.

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