Bayern
14.07.2021 - 15:59 Uhr

Vogelbabys mit Hochdruckreiniger aus Nest gespritzt

Die Nester mit Schwalbenküken haben Hausbesitzer aus Untergriesbach bei Malarbeiten gestört - deshalb töteten sie die Kleinen mit einem Hochdruckreiniger. Ein Tier überlebte. Nun ermittelt die Polizei.

Nur ein Schwalbenküken hat überlebt. Symbolbild: Lino Mirgeler/dpa
Nur ein Schwalbenküken hat überlebt.

Ohne Rücksicht auf die Schwalbenküken haben Hausbesitzer mehrere Vogelnester mit einem Hochdruckreiniger entfernt - nur ein einziges Vogelbaby konnte gerettet werden. Gegen die Hausbesitzer laufen nun Ermittlungen wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte.

An dem Haus in Untergriesbach bei Passau fanden zu dem Zeitpunkt Malarbeiten statt, bei denen die Nester vermutlich im Weg gewesen waren. Die Bewohner spritzten am Dienstag die Jungvögel mit einem Hochdruckreiniger aus den Nestern. Es waren mindestens fünf Nester mit je vier bis fünf Küken. Anschließend sammelten die Bewohner die Tiere laut Polizei ein und brachten sie weg. Eine Frau, die den Vorfall beobachtetet hatte, informierte den Vogelschutzbund sowie später die Polizei.

Ein Schwalbenküken konnte die Beobachterin retten und an den Landesbund für Vogelschutz geben, wo das Tier nun gepflegt wird. Vor Ort konnte die Polizei jedoch keine weiteren Vögel mehr finden. 

OnetzPlus
Schwarzhofen25.05.2021
 
Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:
Zum Fortsetzen bitte

Sie sind bereits eingeloggt.

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.