30.09.2020 - 15:35 Uhr
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Welttierschutztag: Tierschutzbund fordert Katzenschutzverordnung

Zum Welttierschutztag am 4. Oktober verstärkt der Bayerische Tierschutzbund seine Forderung nach einer Katzenschutzverordnung. Es sei wichtig, unkontrollierte Vermehrung von Katzen einzudämmen.

Jahr für Jahr kämpfen die Tierheime mit einer Schwemme an kleinen Katzen.
von Redaktion ONETZProfil

Am 4. Oktober ist Welttierschutztag. Tierschützer nutzen diesen Tag, um auf das Leid der Tiere aufmerksam zu machen, das durch Menschen verursacht wird: "Animal Hoarding, Tierquälerei und schlechte, nicht tiergerechte Haltung. Industrielle Massentierhaltung für Billigfleischproduktion und den Export, tagelange Tiertransporte in Drittländer unter schlimmsten Transportbedingungen", nennt der Landesverband Bayern des Deutschen Tierschutzbunds in seiner Pressemitteilung nur einige Beispiele.

Ein großes Anliegen ist dem Tierschutzbund dabei eine Katzenschutzverordnung. "Bayerns Tierheime, besonders im ländlichen Bereich, kämpfen derzeit wie schon viele Jahre mit einer kaum noch zu bewältigenden Flut an Katzen, vor allem kranken Babykatzen", heißt es in der Mitteilung. Eine dauerhafte Lösung sei nötig, um unkontrollierte Geburten und Katzenelend zu vermeiden.

Die Kastration von Katzen und Katern sei ein aktiver Beitrag zum Tierschutz. Es sei an der Zeit, dass "alle bayerischen Kreisverwaltungsbehörden dem Beispiel von Pfaffenhofen folgen und Katzenschutzverordnungen erlassen, auf deren Grundlage die Kommunen und Veterinärbehörden tätig werden und Kastrationen und Kennzeichnungspflicht anordnen können", heißt es weiter.

Langfristig würden davon auch Tierheime und Kommunen profitieren, denn: In deren Zuständigkeitsbereich fallen Fundtiere und die damit verbundenen Kosten.

Die Tierheime stehen in diesem Jahr auch im Mittelpunkt des Welttierschutztages. So hat der Deutsche Tierschutzbund mit seinen 740 Mitgliedsvereinen das Motto "Zusammen für Tierheime ausgerufen". Damit soll auf die schwierige Situation der Tierheime aufmerksam gemacht werden, die sich durch die Corona-Krise noch verschärft hat.

Tierschutzvereine und Tierheime übernehmen, so heißt es in der Pressemitteilung, sind oft Partner der Städte und Gemeinden und übernehmen mit der Betreuung von Fundtieren kommunale Pflichtaufgaben. Es sei deswegen längst überfällig, dass die Grundlage für eine bayernweit einheitliche Regelung zur kostendeckenden Vergütung dieser Dienstleistungen an die Tierheime geschaffen wird. "Alle herrenlosen Haustiere, vor allem Katzen, sind durch Menschen verursacht und Abkömmlinge von in Haushalten gehaltenen Tieren. Es kann und darf nicht sein, dass sich ausschließlich Tierschützer für sie einsetzen und sich um sie kümmern", betont Ilona Wojahn, Präsidentin des Deutschen Tierschutzbundes, Landesverband Bayern. Es sei Aufgabe der gesamten Gesellschaft, rechtliche und finanzielle Voraussetzungen zu schaffen, damit auch für solche Tiere Fürsorgepflicht besteht und diese umgesetzt werden kann.

Was tun, wenn der Nachbar die Katze füttert?

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