Bayern
24.03.2021 - 17:28 Uhr

Zweiter Wolfsangriff in Oberfranken bestätigt

3 Rothirsche, 4 Wildschafe und 18 Damhirsche: Mindestens ein Wolf hat im Kreis Bayreuth Tiere in einem Gehege gerissen.

Auch hinter dem zweiten Angriff auf ein Wildtiergehege im Landkreis Bayreuth steckt mindestens ein Wolf. Bild: Julian Stratenschulte/dpa
Auch hinter dem zweiten Angriff auf ein Wildtiergehege im Landkreis Bayreuth steckt mindestens ein Wolf.

Auch hinter dem zweiten Angriff auf ein Wildtiergehege im Landkreis Bayreuth steckt mindestens ein Wolf. Dort wurden binnen weniger Tage drei Rothirsche, vier Wildschafe und 18 Damhirsche gerissen, wie eine Sprecherin des Landesamts für Umwelt (LfU) am Mittwoch bestätigte. Experten wollen die vor Ort genommenen Proben noch genauer untersuchen, um die Anzahl der Wölfe, ihr Geschlecht und ihre Herkunft herauszufinden.

Ein Wildtierhalter hatte Ende Februar drei Rothirsche und vier Wildschafe tot in ihrem Gehege in Betzenstein gefunden. Einige Tiere konnten bei dem Angriff fliehen. Nur wenige Tage später wurden im Nachbargehege 18 Stück Damwild gerissen, darunter 13 trächtige Tiere. Die Angriffe entfachten eine Debatte um die Ansiedlung des Wolfes im Freistaat.

In Bayern gibt es in acht Regionen standorttreue Wölfe beziehungsweise Wolfsrudel. Zudem werden fast wöchentlich auch anderenorts einzelne Wölfe nachgewiesen. Laut LfU sind das zumeist durchwandernde Tiere, die ihre elterlichen Rudel verlassen haben und auf der Suche nach einem eigenen Gebiet sind.

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Auerbach15.03.2021

© dpa-infocom, dpa:210324-99-955480/2

LfU Wolfs-Monitoring

 
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