10.10.2026 - 10:26 Uhr

Was bietet Liepaja als Europäische Kulturhauptstadt?

Liepaja hat sich für das kommende Jahr einiges vorgenommen. Mit Hunderten Veranstaltungen wird sich die lettische Stadt als Europäische Kulturhauptstadt 2027 präsentieren.

   Ausstellungen, Opern, Musikfestivals: Lettlands drittgrößte Stadt Liepaja hat ihr Programm als Europäische Kulturhauptstadt 2027 vorgestellt. Unter dem Motto „(un)rest“ gebe es mehr als 500 Veranstaltungen, sagte Liepaja 2027-Programmdirektorin Baiba Bartkevica. Darunter sind auch Chor-Feste und Mitmach-Aktionen. Das Programm ist in fünf Themenbereiche unterteilt.

Zu den Höhepunkten zählen eine Einzelausstellung der japanischen Künstlerin Chiharu Shiota und Aufführungen der Opern-Performance „Sun & Sea“ über den menschengemachten Klimawandel. Offiziell eröffnet wird das Kulturhauptstadtjahr vom 22. bis 24. Januar 2027. Liepaja liegt an der Ostseeküste und zählt knapp 70 000 Einwohner.

Hoffnung auf rund 450.000 Besucher 

„Wir sind bereit und freuen uns auf die Zusammenarbeit. Wir möchten uns der Welt öffnen und Wissen und neue Perspektiven austauschen“, sagte Bartkevica. Sie hofft für das kommende Jahr auf rund 450.000 Besucher aus Lettland und dem Ausland in Liepaja und der umliegenden Region, in der auch zahlreiche Veranstaltungen stattfinden werden.

Bürgermeister Gunars Ansins bezeichnete den Titel als Kulturhauptstadt Europas als „wichtiges Ereignis“ und „große Ehre“ für die Stadt, deren Einwohner und die heimische Kulturszene. Das Stadtoberhaupt der früher als Libau bekannten Hafenstadt hofft besonders auf Besucher aus Deutschland. „Wir haben dieselbe Geschichte in diesem Teil der Welt“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur dpa.

Mit Liepaja ist zum zweiten Mal eine lettische Stadt Kulturhauptstadt Europas - diesmal zusammen mit Evora in Portugal. 2014 trug die Hauptstadt Riga den seit 1985 jeweils für ein Jahr vergebenen Titel. Die Europäischen Kulturhauptstädte 2026 sind Oulu (Finnland) und Trencin (Slowakei).

© dpa-infocom, dpa:261010-930-818774/1

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