Am frühen Freitagabend, 16. Oktober, ereignete sich auf der Autobahn A70 bei Oberhaid in Oberfranken ein schwerer Unfall, als ein 46-Jähriger in falscher Richtung auf die Autobahn auffuhr. Die Verkehrspolizei Bamberg übernahm die Unfallaufnahme und die ersten Ermittlungen. Aufgrund neuer Erkenntnisse führt nun die Kriminalpolizei Bamberg die Ermittlungen in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Bamberg weiter.
Wie das Polizeipräsidium Oberfranken in einer Pressemitteilung informiert, soll der Mann nach aktuellem Ermittlungsstand bewusst entgegen der Fahrtrichtung gefahren sein und dabei einen Zusammenstoß mit anderen Verkehrsteilnehmern in Kauf genommen haben. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Bamberg erließ ein Richter am Dienstag, 20. Oktober, einen Untersuchungshaftbefehl wegen des Verdachts des versuchten gemeingefährlichen Mordes, gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr, vorsätzlichen Fahrens ohne Fahrerlaubnis und gefährlicher Körperverletzung in drei Fällen.
Der Tatverdächtige konnte das Krankenhaus bereits verlassen und wurde nach Eröffnung des Haftbefehls in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. Die Insassen eines Fahrschulautos konnten ebenfalls das Krankenhaus verlassen, und der Fahrer des Seats ist auch auf dem Weg der Besserung. Mit beiden war der 47-Jährige bei seiner Geisterfahrt zusammengestoßen.
In der Pressemitteilung der Polizei heißt es: "Derzeit ist noch nicht gesichert, wo genau der 46-Jährige auf die Autobahn aufgefahren ist. Der Unfall ereignete sich zwischen den Anschlussstellen Bamberg-Hafen und Viereth-Trunstadt. Die nächste mögliche Auffahrt ist die Anschlussstelle Eltmann vor dem Tunnel Schwarzer Berg." Die Kripo Bamberg bittet deshalb um Hinweise von Zeugen und insbesondere von Verkehrsteilnehmern, denen der silberfarbene Ford in falscher Richtung entgegenkam. Mitteilungen sollen unter Nummer 0951/9129-491 gegeben werden.













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