01.09.2026 - 15:51 Uhr

Bundesbank-Chef: Deutschland muss hart für Rating arbeiten

Deutschland kann sich vergleichsweise günstig verschulden. Damit das so bleibt, müsse sich die Regierung anstrengen, meint Bundesbank-Präsident Nagel.

Nagel ist beim Treffen von internationalen Finanzministern und Zentralbankchefs in den USA. Bild: Bernd von Jutrczenka/dpa
Nagel ist beim Treffen von internationalen Finanzministern und Zentralbankchefs in den USA.

Bundesbank-Präsident Joachim Nagel sieht die Kreditwürdigkeit Deutschlands nicht in akuter Gefahr. Es gelte: „Wir müssen hart daran arbeiten, das Triple-A-Rating zu erhalten, und das wird sicher eine Herausforderung werden für die Bundesregierung“, sagte Nagel am Rande eines G20-Treffens in Asheville in den USA. Die zuletzt wieder anziehende Wirtschaftswachstum mache ihn aber zuversichtlich.

Das Spitzenrating AAA („Triple A“) signalisiert Investoren eine sehr niedrige Wahrscheinlichkeit, dass deutsche Staatsanleihen ausfallen. Die US-Rating-Agenturen S&P, Moody's und Fitch geben Deutschland weiter die Spitzennote, der Staat kann sich im Vergleich zu vielen Ländern damit günstig finanzieren.

Nagel betonte aber, die Regierung dürfe bei Schuldenstand und Defizitquote nicht nachlassen, die Finanzmärkte bräuchten eine Orientierung. Derzeit ist die Verschuldung Deutschlands im Vergleich zum Beispiel zu den USA noch deutlich geringer. Doch kreditfinanzierte Investitionen in Infrastruktur und Verteidigung lassen auch hierzulande den Schuldenberg wachsen.

© dpa-infocom, dpa:260901-930-616353/1

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:
Zum Fortsetzen bitte

Sie sind bereits eingeloggt.

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.